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Breslau
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Breslau (polnisch WrocĆaw []; , schlesisch Brassel,cite-ref-3[3] lateinisch Vratislavia oder Wratislavia) ist die Hauptstadt der polnischen Woiwodschaft Niederschlesien. Sie ist zugleich Verwaltungssitz des Powiat WrocĆawski. Gemessen an der Einwohnerzahl ist Breslau nach Warschau und Krakau sowie vor ĆĂłdĆș die drittgröĂte Stadt in Polen.cite-ref-4[4]
Als Hauptstadt von Schlesien ist die kreisfreie GroĂstadt an der Oder Sitz eines römisch-katholischen Erzbischofs und eines evangelischen Diözesanbischofs. Mit zahlreichen Unternehmen, Hochschulen, Forschungsinstituten, Theatern und Museen bildet Breslau das wirtschaftliche, kulturelle und wissenschaftliche Zentrum Niederschlesiens.
In seiner wechselvollen Geschichte hatte Breslau seit dem 13. Jahrhundert bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges eine mehrheitlich deutschsprachige Bevölkerung. Nach dem Tod des letzten Piastenherzogs Heinrich VI. 1335 hatte Breslau Böhmen, und damit dem Heiligen Römischen Reich, angehört, zeitweise auch Ungarn. Ab 1526 gehörte Breslau zur Habsburgermonarchie, spĂ€ter zu PreuĂen und zum Deutschen Reich. Im Jahr 1945 wurde Breslau gemÀà dem Potsdamer Abkommen unter polnische Verwaltung gestellt. Diese vertrieb bis 1948 die gesamte deutsche Bevölkerung Breslaus und besiedelte die Stadt mit Polen, die meist aus Zentralpolen oder aus den an die Sowjetunion gefallenen Landesteilen kamen. Die De-facto-Zugehörigkeit zu Polen wurde 1970 mit dem Warschauer Vertrag anerkannt und schlieĂlich 1991 auch formell mit dem Zwei-plus-Vier-Vertrag bestĂ€tigt. Mit ihren zahlreichen historischen Bauten, Parkanlagen und PlĂ€tzen ist die Stadt Anziehungspunkt fĂŒr Besucher aus aller Welt. Breslau war 2012 einer der Austragungsorte der FuĂball-Europameisterschaft und 2016 Kulturhauptstadt Europas sowie Verleihungsort des EuropĂ€ischen Filmpreises.
Contents
âą Geografie
âą Stadtgebiet
âą Stadtgliederung
⹠NachbarstÀdte
âą Klima
âą Geschichte
âą Demographie
âą Politik
⹠StadtprÀsident
âą Stadtrat
âą Stadtwappen
âą Theater
âą Museen
âą Bauwerke
âą Sport
âą Nachtleben
âą Ăberblick
âą Verkehr
âą Bildung
âą Siehe auch
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Geografie
Topografische Lage
Breslau liegt in der niederschlesischen Tiefebene am Oberlauf der Oder auf einer Höhe von 111 m n.p.m.cite-ref-kl-ppel-4-5-0[5]cite-ref-meyersgaz-6-0[6] zwischen dem Höhenzug des Katzengebirges im Norden und den AuslĂ€ufern der Sudeten im SĂŒden. Vier NebenflĂŒsse der Oder flieĂen durch das Stadtgebiet: Ohle (OĆawa), Lohe (ĆlÄza), Weide (Widawa) und Schweidnitzer Weistritz (Bystrzyca). Gebaut zwischen zahlreichen KanĂ€len, liegt die Stadt auf zwölf Inseln, verbunden durch 100 bis 300 BrĂŒcken, je nach zugrunde gelegten Kriterien. Wegen der vielen BrĂŒcken und Stege wird die Stadt auch Venedig Polens genannt.
Stadtgebiet
Die Stadt erstreckt sich auf einer FlĂ€che von 293 kmÂČ, wovon 114 kmÂČ (39 %) bebaut sind. Davon sind 29 kmÂČ reine Wohnbebauung. Breslau ist die GroĂstadt mit den meisten GrĂŒnflĂ€chen in Polen: auf jeden Einwohner entfallen 25 mÂČ GrĂŒnflĂ€che.cite-ref-kl-ppel-4-5-1[5]
Stadtgliederung
Breslau gliedert sich in fĂŒnf Stadtbezirke, deren administrative Bedeutung nach der Verwaltungsreform 1990 zugunsten der Stadtverwaltung weitgehend abgebaut wurde.
| Stadtbezirk | Ausdehnung | FlĂ€che (kmÂČ) | Einwohner 31.12.2022 [ 7 ] |
|---|---|---|---|
| Stare Miasto (Altstadt) | Altstadt mit Nicolai- und Schweidnitzer Vorstadt | 6,8 | 43.827 |
| ĆrĂłdmieĆcie (Innenstadt) | Innenstadt rechts der Oder mit Dominsel und Elbing | 16,0 | 99.225 |
| Psie Pole (Hundsfeld) | alle Vororte nördlich der (neuen) Oder | 97,7 | 117.881 |
| Krzyki (Krietern) | Innenstadt und Vororte sĂŒdlich der alten Oder und Altstadt | 53,4 | 196.970 |
| Fabryczna (Fabrikviertel) | Mischgebiete, AuĂenbezirke und Vororte im Westen, links der Oder | 118,7 | 216.176 |
NachbarstÀdte
Klima
Breslau liegt in der gemĂ€Ăigten Zone. Das Klima in der Region ist geprĂ€gt durch kĂŒhle Winter und warme Sommer. Der Juli (Ă 25,5 °C) ist der wĂ€rmste Monat und der Januar der kĂ€lteste (Ă 2,9 °C). Breslau ist eine der wĂ€rmsten StĂ€dte in Polen. Das Klima in Breslau Ă€hnelt z. B. dem von Berlin und weist im Vergleich etwas kĂ€ltere und trockenere Wintermonate auf bei einem Ă€hnlichen mittleren Jahresniederschlag (Ă 539 mm). Der KĂ€lterekord in Breslau (minus 32,0 °C) wurde am 11. Februar 1956 gemessen und ein Hitzerekord am 8. August 2015 wĂ€hrend der Hitzewellen in Europa 2015: 38,9 °C. Der Sommer ist mit Höchstwerten um 25 °C warm; an durchschnittlich 56 Tagen werden 25 °C bis 30 °C, an durchschnittlich 12 Tagen ĂŒber 30 °C gemessen. Dazu ist es leicht wechselhaft mit gelegentlichen Schauern oder Gewittern, jedoch ist dies mit tĂ€glich sieben bis acht Stunden auch die sonnenreichste Zeit.
Geschichte
Vorgeschichte und ErsterwÀhnung
Die Region Schlesien, in der Breslau liegt, fand erstmals bei Tacitus um das Jahr 98 ErwĂ€hnung sowie um 150 bei PtolemĂ€us in seinem Werk zur Germania magna. Im 4. und frĂŒhen 5. Jahrhundert siedelte in der Umgebung des spĂ€teren Breslau der Wandalenstamm der Silinger. Der slawische Stamm der Slezanen siedelte sich im 6. Jahrhundert an der Oder an und errichtete auf der Dominsel (eine zwischen den mehrfach sich verzweigenden Oderarmen gelegene Insel im Zentrum Breslaus, deren ursprĂŒngliche Insellage 1771 durch ZuschĂŒttung eines Oderseitenarms verlorengingcite-ref-9[9]) eine Burganlage, welche im frĂŒhen 10. Jahrhundert vom böhmischen FĂŒrsten Vratislav I. (ein auch Bratislaus oder Wratislaus genannter Przemyslide) gesichert wurde.cite-ref-10[10] Ob sich der Name âSchlesienâ vom germanischen Stamm der Silinger oder vom slawischen Stamm der Slezanen ableitet, ist umstritten.
Der Name Wortizlawa oder Wratislawa wurde erstmals um das Jahr 900 erwĂ€hnt und bezeichnete eine slawische Marktstadt. Sie befand sich auf einer Insel in der NĂ€he dreier NebenflĂŒsse der Oder. Im Jahr 990 eroberte der polnische Piasten-Herzog Mieszko I. Breslau und ganz Schlesien. Sein Sohn BolesĆaw der Tapfere errichtete im Jahr 1000 das Bistum Breslau (Akt von Gnesen). Er lieĂ etwa zeitgleich die erste herzogliche Burg auf der Dominsel erbauen, etwa an der Stelle der spĂ€teren Martinskirche. Kurz darauf wurde innerhalb der Burganlage mit dem Bau des Domes begonnen. Das befestigte Gebiet um die Burg war schon damals eine kleine Stadt, in der etwa 1000 Menschen wohnten.cite-ref-11[11]
In der Schlacht gegen BolesĆaw III. Schiefmund unterlag Kaiser Heinrich V. im Jahr 1109, das Schlachtfeld wurde als Hundsfeld bekannt. Nach BolesĆaws Tod im Jahre 1138 wurde Breslau im Rahmen der Senioratsverfassung Hauptstadt des bis 1201 polnischen TeilfĂŒrstentums Schlesien. Wenig spĂ€ter lieĂen sich die ersten deutschen Siedler am SĂŒdufer des Flusses nieder, an der Stelle der spĂ€teren UniversitĂ€tsgebĂ€ude. Nachdem 1202 das fĂŒr Polen geltende Senioratsprinzip aufgeweicht wurde, erlosch die staatsrechtliche Verbindung des Herzogtums Schlesien zu Polen noch nicht. So waren auch die schlesischen Herzöge Heinrich I. (Herzog ab 1201, Princeps ab 1232) und Heinrich II. (ab 1238) Seniorherzöge von Polen. Als das Herzogtum Schlesien 1249 unter Boleslaw II. (ebenfalls polnischer Seniorherzog) geteilt wurde, wurde Breslau Hauptstadt des Herzogtums Breslau. Erster Herzog von Breslau war Heinrichs II. zweitgeborener Sohn Heinrich III. Dessen Sohn Heinrich IV. war 1288â1290 der letzte Seniorherzog von Polen vor PrzemysĆ II. aus GroĂpolen, der dann die polnische KönigswĂŒrde wiederherstellte.
WÀhrend der Mongolenangriffe wurde Breslau 1241 zerstört, jedoch in den folgenden 20 Jahren durch deutsche Siedler wieder aufgebaut. So erhielt Breslau im Jahr 1261 das Magdeburger Stadtrecht.
Unter den Piasten
Nach der Eroberung der Stadt durch Herzog Mieszko I., den BegrĂŒnder der Piastendynastie in Polen, im Jahr 990 wurde Breslau Teil des Königreichs Polen. Zehn Jahre spĂ€ter grĂŒndete der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Otto III. durch den Akt von Gnesen das Bistum Breslau als Suffragan des Erzbistums Gnesen. Zuvor hatte der spĂ€tere König BolesĆaw I. sich maĂgeblich dafĂŒr eingesetzt. Im Jahr 1138 wurde die Stadt Breslau im Rahmen der Senioratsverfassung zur erblichen Teilung des Reiches Hauptstadt des TeilfĂŒrstentums Schlesien. Danach grĂŒndeten die Nachkommen von WĆadysĆaw dem Vertriebenen, BolesĆaw der Lange und Mieszko Kreuzbein im Jahr 1163 das Herzogtum Breslau. Die Einheit der TeilfĂŒrstentĂŒmer, das Seniorat Polen, verlor ab diesem Zeitpunkt immer weiter an Macht, da es durch viele innere Unruhen und Streitigkeiten zwischen einzelnen FĂŒrsten geprĂ€gt war. Das Seniorat zerfiel fortan immer stĂ€rker und die einzelnen FĂŒrstentĂŒmer wurden immer unabhĂ€ngiger voneinander. Dennoch blieben die Verbindungen der schlesischen Linie der Piasten zu ihren Vettern in den anderen polnischen Regionen erhalten, und Breslau gehörte als Teil des Herzogtums Schlesien im Rahmen der Corona Regni Poloniae weiterhin zu Polen. Noch der Breslauer Herzog Heinrich IV. war von 1288 bis 1290 Seniorherzog von Polen, der letzte vor PrzemysĆ II., der sich wieder zum König von Polen krönen lieĂ.
Um 1150 wurde die Sandinsel bebaut. Im Zeitraum 1163â1200 wurde die herzogliche Burg an der Oder am spĂ€teren Platz der UniversitĂ€t errichtet. Unter ihrem Schutz stand die Judenstadt. Weitere frĂŒhe Siedlungskerne waren der Elbing, dann eine Ansiedlung von Wallonen um die Mauritiuskirche und das Dorf Nabitin um die Nikolaikirche am Nikolaiplatz (seit 1945 Plac Ćw. MikoĆaja). FĂŒrst JarosĆaw von Oppeln-NeiĂe, Halbbruder Heinrichs des BĂ€rtigen, wurde im Jahr 1198 zum Bischof des Bistums Breslau gewĂ€hlt, das die weltliche Macht an den FĂŒrstentĂŒmern Ottmachau und Neisse besaĂ. Als er 1201 starb, vermachte er sein FĂŒrstentum dem Stift Breslau. Fortan wurden Breslauer Bischöfe FĂŒrstbischöfe, die bis 1811 Territorialgewalt besaĂen, danach jedoch nur noch Titular-FĂŒrstbischöfe waren. Nach dem Abzug der eingefallenen Mongolen unter Ăgedei Khan wurde die deutsche Kaufmannsstadt um den Ring planmĂ€Ăig neu angelegt, da die Zuwanderung von Deutschen fĂŒr den Wiederaufbau des Landes wichtig war. Am 16. Dezember 1261 verliehen Herzog Heinrich III. von Schlesien und dessen Mitregent Wladislaw Breslau das Magdeburger Stadtrecht. FĂŒnf Jahre spĂ€ter wurde die Bezeichnung âBresslauâ erstmals fĂŒr die Stadt benutzt. Im Jahr 1327 bestimmte Heinrich VI. als letzter Herzog von Schlesien aus dem Haus der Schlesischen Piasten unter Mitwirkung des Rates den böhmischen König Johann von Luxemburg, auch Johann der Blinde genannt, als seinen Erben. Im Vertrag von Trentschin verzichtete König Kasimir der GroĂe 1335 zu dessen Gunsten auf die Oberhoheit ĂŒber Schlesien.
Neuaufbau nach dem Mongolensturm 1241 durch den StadtgrĂŒnder Heinrich
An der Stelle, an der Breslau unter dem Namen Wratislavia nach dem Mongolensturm von 1241 gegrĂŒndet wurde, hatte zuvor eine deutsche Gemeinde bestanden, die nach Puschcite-ref-pusch-s267f-12-0[12] âsich wahrscheinlich aus deutschen Kaufleuten zusammensetzte und die schon Anfang des 13. Jahrhunderts so stark war, daĂ sich der Piastenherzog Heinrich I. veranlasst sah, einen deutschen SchultheiĂ einzusetzenâ.cite-ref-pusch-s267f-12-1[12] 1214 war ein TrĂ€ger des Namens Godinus als SchultheiĂ der deutschen Gemeinde eingesetzt.cite-ref-pusch-s267f-12-2[12] Es gab im Gebiet, auf dem Breslau entstand, vor seiner BegrĂŒndung mehrere Ansiedlungen, u. a. von Wallonen, Falknern in âvilla falconariorumâ (Sokolnice, Zocholnice, Tocholnitz),cite-ref-13[13] sicherlich auch Polen, und eine dieser verschiedenen, auseinanderliegenden Ansiedlungen bestand aus Deutschen, die sich zu einer deutschen Gemeinde zusammengeschlossen hatten.cite-ref-pusch-s267f-12-3[12] Nach Colmar GrĂŒnhagencite-ref-14[14] wurde die Aussetzung der StĂ€dte nach deutschem Recht meist einem Adeligen aus der Umgebung der FĂŒrsten ĂŒbertragen, der fĂŒr seine MĂŒhewaltung eine Reihe von Vorteilen erhielt.cite-ref-15[15] Die Vogtei sowohl der Altstadt als auch der Neustadt befand sich in den HĂ€nden von BĂŒrgern wie den Geschlechter Schertelzan und Stillvogt. Breslau wurde nach dem Mongolensturm von 1241 gegrĂŒndet, das Magdeburger Recht erhielt es erst 1261, nachdem sich die BĂŒrgerschaft ihre Obrigkeit selbst wĂ€hlte.cite-ref-pusch-s267f-12-4[12] Bis dahin war es Sache des Herzogs gewesen, einen SchultheiĂ einzusetzen, der als Vogt mit den vom Herzog ernannten Seniores, den Angesehensten der BĂŒrgerschaft, die Stadt regierte. Godinus ist als ein solcher fĂŒr 1214 nachgewiesen, gefolgt 1229 von seinem Sohn Alexander. Familiennamen kannte man in dieser Epoche noch nicht. Erst im Laufe des 13. Jahrhunderts wurde die Annahme von Familiennamen Allgemeinheit. Die Nachkommen der vorgenannten Vögte Godinus und Alexander nahmen dann den Namen Stillvogt (Stillevogt, Stillvoyt, Stillvoit) an, wobei der Name von den gewesenen Vögten, die stillen Vögten, abgeleitet sein dĂŒrfte. Von SchultheiĂ Alexander, der vom Herzog Schottwitz (heute SoĆtysowice genannt) und Rosenthal (heute Stadtteil RĂłĆŒanka) bei Breslau erhielt, stammen fĂŒnf Söhne ab:
1. Heinrich ohne Familiennamen, GrĂŒnder der Stadt Breslau nach dem Mongolensturm von 1241 und deren erster Erbvogt. Nach Pusch ist eine adelige Herkunft nicht zu beweisen. Auch GrĂŒnhagen hat ihn nicht fĂŒr adelig gehalten.cite-ref-16[16] Pusch unterstellt, daĂ er einer Kaufmannsfamilie entstammte, denn er hielt seinen Vater Alexander fĂŒr einen deutschen Kaufmann. Aus Urkunden weiĂ man, daĂ er als advocatus Wratislaviensis 1254 als Erster unter den Scabini Wratslaviensiscite-ref-17[17] genannt ist. Als Zweiter ist âfrater ejus Sifridusâ verzeichnet, und sechster Scabini ist Gotkinus, Bruder Heinrichs und Sifridus. Alle drei waren Söhne des SchultheiĂ Alexander und alle drei waren Schöffen, bevor 1261 das Magdeburger Recht eingefĂŒhrt wurde.cite-ref-pusch-s267f-12-5[12] Es scheint, daĂ man sich schon vorher nach diesem gerichtet hat. Man will wissen, daĂ ihm fĂŒr seine TĂ€tigkeit als Erbvogt das Burgfeld und eine MĂŒhle ĂŒberlassen wurden.cite-ref-pusch-s267f-12-6[12] Von ihm sind drei Söhne bekannt geworden:
1. Heinrich der JĂŒngere folgte 1262 seinem Vater Heinrich als zweiter Erbvogt, nunmehr unter dem 1261 eingefĂŒhrten Magdeburger Recht. Dieses Amt hat er bis 1272 wahrgenommen. 1275 wurde es durch Heinrich IV. (Schlesien) abgelöst und gegen die GĂŒter Lohe (jetzt ĆlÄza (Kobierzyce), wo noch ein Schloss DwĂłr w ĆlÄzy erbaut von Nicolaus von Waldau steht Schloss Lohe) und Lukowitsch (Laugwitz, jetzt genannt Ćukowice Brzeskie) ausgetauscht. Als Heinrich weiteren Besitz in Waldau erwarb, nannte er sich fortan âvon Waldauâ und wurde zum Stammvater des Uradels von Waldau, der noch besteht, aber nicht mit Waldow (Adelsgeschlecht) zu verwechseln ist. Heinrich der Ăltere hatte noch zwei weitere Söhne;
2. Alexander
3. Siegfried (urkundlich 1262)
2. Gotke, wurde der Lokator von Krakau, danach Erbvogt der neben der Altstadt Breslau gegrĂŒndeten Neustadt und begrĂŒndete unter dem Namen Stillvogt eine eigene Familie von vier Generationen, aus der, mit ihm, vier Ratsherren der Stadt Breslau hervorgegangen sind.cite-ref-pusch-s267f-12-7[12]
3. Sifridus. Mit seinen BrĂŒdern Heinrich und Gotke war er 1254 Schöffe noch vor der EinfĂŒhrung des Magdeburger Rechts.
4. Johann, möglicherweise frĂŒh verstorben.
5. Konrad, erhielt von seinem Vater Rosenthal und wurde Vater von Zacharias, der, noch ohne Familienname, eine Tochter von Engelger, ebenfalls noch ohne Familienname, heiratete. Dieser wurde 1269 BĂŒrger in Breslau, 1280, 1290 und 1298 Konsul im Rat der Stadt und 1293 Schöffe. Er war Besitzer einer MĂŒhle und des Dorfes Sacherwitz (Zachariae villa), heute Zacharzyce genannt. Konrad wurde BĂŒrger von Schweidnitz (heute Schweidnitzer Vorstadt) und sein Enkel wurden die StammvĂ€ter der Familien Sachenkirch und Sachwitz.cite-ref-pusch-s267f-12-8[12]
Aus Breslau ist aus dem Jahr 1329 der erste Arbeitskampf im Gebiet des Heiligen Römischen Reiches urkundlich ĂŒberliefert. Die GĂŒrtlergesellen verabredeten, ein Jahr lang bei keinem Meister in der Stadt zu arbeiten. Diese wiederum vereinbarten, dass derjenige eine GeldbuĂe an den Rat der Stadt zu zahlen habe, der einem der Streikenden Arbeit geben oder ihn in seine Familie aufnehmen wĂŒrde. Der Anlass fĂŒr diesen Arbeitskampf ist nicht bekannt.cite-ref-18[18]
Unter böhmischer und ungarischer Hoheit
Nach dem Tod des letzten Piastenherzogs Heinrich VI. im Jahr 1335 ging das Herzogtum als erstes âErblandâ in Schlesien in den Besitz der Krone Böhmen. Der König von Böhmen setzte einen Landeshauptmann ein, der mit der Verwaltung des Gebietes betraut wurde, so dass der BĂŒrgermeister von Breslau bis 1620 zugleich Landeshauptmann von Schlesien wurde.cite-ref-19[19] In dieser Funktion agierte in den Jahren 1359â1635 der Rat von Breslau. Daher hatte er einen Sitz und eine Stimme im Schlesischen FĂŒrstentag. Die Stadt wurde 1342 und 1344 durch zwei GroĂbrĂ€nde zerstört und anschlieĂend wieder aufgebaut. Vier Jahre nach dem zweiten Brand wurde der Vertrag von Namslau unterzeichnet. In ihm hielten Kasimir der GroĂe, König von Polen, und Karl IV. als König von Böhmen die BestĂ€rkung des 1335 geschlossenen Vertrages von Trentschin fest. Dieser besagte, dass Kasimir der GroĂe auf Ewigkeit alle AnsprĂŒche auf schlesisches Territorium niederlegen und im Gegenzug der böhmische König Johann von Luxemburg auf den polnischen Königstitel verzichten werde. SpĂ€ter versuchte Kasimir, den Namslauer Vertrag beim Papst zu widerrufen. Nach 1348 lieĂ Karl IV. die SĂŒdseite der Altstadt jenseits der Ohle nach eigenem Plan anlegen.cite-ref-hap1-20-0[20]
1418 erhoben sich die Handwerker gegen die Patrizier. Beim Aufstand der ZĂŒnfte gegen den Breslauer Rat wurden sieben Ratsherren im Breslauer Rathaus ermordet. Letztendlich lieĂ der damalige böhmische und römisch-deutsche König Sigismund die Revolte gewaltsam niederschlagen. Dabei wurden 27 AnfĂŒhrer exekutiert. WĂ€hrenddessen erlangte die Stadt in der fast hundertjĂ€hrigen Periode von 1387 bis 1474 ihre gröĂte wirtschaftliche BlĂŒtezeit, wobei sie auch als Mitglied der Handelsvereinigung Hanse verzeichnet war. Breslau als Stadtstaat innerhalb eines Lehens des böhmischen Königs war Hansestadt.
Im Jahre 1453 weilte der katholische Wanderprediger und Inquisitor Johannes Capistranus im Rahmen seiner Missionsreisen in Breslau. Er hielt einige flammende Reden auf dem Salzring, die sich gegen Hussiten, Muslime und Juden, gegen Prunksucht und Leben im Ăberfluss richteten. Aus diesem Grund kamen groĂe Menschenmengen aus allen verschiedenen Teilen Schlesiens und den anderen Provinzen des Heiligen Römischen Reiches, aus Polen, aus Livland und aus Kurland. Capistranus untersuchte im Auftrag des böhmischen Königs (Ladislaus Postumus) die durch einen Bauern angezeigte HostienschĂ€ndung. Daraufhin wurden am 2. Mai 1453 alle 318 Juden in Breslau und Umgebung in Breslau inhaftiert und GestĂ€ndnisse mit Folter erpresst. Capistranus lieĂ 41 Juden auf dem Scheiterhaufen verbrennen und die ĂŒbrigen aus der Stadt ausweisen. Das Vermögen der Juden wurde eingezogen, was nach Cohncite-ref-21[21] der eigentliche Grund fĂŒr den Pogrom war. Denn Cohn fand in dem Archiv allein elf Hefte mit Schuldbriefen, die den Juden gehört hatten. Es gab darĂŒber hinaus Inventarlisten der anderen GegenstĂ€nde, die die Juden besessen hatten. Im Jahr 1455 erfolgte die Ausweisung der Juden, als die Stadt Breslau von Ladislaus Postumus das verbriefte Privilegium de non tolerandis Judaeis (âPrivileg zur Nichtduldung der Judenâ) erhielt, das de jure bis 1744 in Kraft blieb.
Die BĂŒrger Breslaus wehrten sich acht Jahre spĂ€ter gegen die Regentschaft des hussitischen Königs Georg von Podiebrad von Böhmen als Landesherrn in Schlesien und kamen daraufhin unter den Schutz von Papst Pius II.
Im Krieg gegen Böhmen schloss die Stadt 1466 ein BĂŒndnis mit dem Herrscher des Königreichs Ungarn König Matthias Corvinus, der nach acht Jahren Schlesien und damit auch Breslau als böhmischer Gegenkönig regierte. Damals erhielten die neu gewonnenen Gebiete eine wesentlich strengere Verfassung als zuvor. Nachdem Corvinus im Jahr 1490 gestorben war, wurde die Stadt noch im selben Jahr erneut Teil des Königreichs Böhmen, das zu dieser Zeit von den aus Polen-Litauen stammenden Jagiellonen, WĆadysĆaw II. und Ludwig II. regiert wurde. 15 Jahre spĂ€ter, 1505 genehmigte König WĆadysĆaw II. die GrĂŒndung einer UniversitĂ€t in Breslau. Dieses Projekt wurde jedoch nicht realisiert. 1523 wurde der evangelische Theologe Johann HeĂ im Zuge der laufenden Reformation entgegen jeglichen EinsprĂŒchen und Proteste des Domkapitels zum Pfarrer der Magdalenenkirche ernannt. Ein weiterer evangelischer Theologe, Ambrosius Moibanus, wurde 1525 als Pastor der Elisabethenkirche eingesetzt, wobei er in Kooperation mit Johann HeĂ die Leitung der Organisation der evangelischen Kirche in Schlesien ĂŒbernahm (Die Mehrheit der Bevölkerung der Stadt Breslau war bereits 1525 zum dort bis 1945 vorherrschenden lutherischen Glauben ĂŒbergetretencite-ref-22[22]).
In der Habsburgermonarchie
Im Jahr 1526 starb König Ludwig II. von Böhmen und Ungarn in der Schlacht bei MohĂĄcs, woraufhin die Habsburger gemÀà ErbverbrĂŒderungsvertrag das Königreich Ungarn und die LĂ€nder der Böhmischen Krone und damit auch Breslau und andere Erblande in Schlesien ĂŒbernahmen und bis 1741 behielten. Sieben Jahre spĂ€ter wurde der erste Stadtmedicus angestellt.
Zwischen 1630 und 1670 war Breslau mit der Schlesischen Dichterschule ein Zentrum der deutschen Literatur. Im Jahr 1632 wurden wĂ€hrend des DreiĂigjĂ€hrigen Krieges Teile der Stadt von sĂ€chsischen und schwedischen Truppen besetzt gehalten. Noch im selben Jahre Ă€uĂerte die Stadt Breslau erfolglos den Wunsch, sich vom Habsburgerreich abzutrennen und als freie Reichsstadt anerkannt zu werden. Zur selben Zeit gab es eine Pestepidemie, bei der 18.000 von 40.000 BĂŒrgern starben.
Im WestfĂ€lischen Frieden erhielt Breslau 1648 als einzige habsburgische Stadt das Recht der protestantischen ReligionsausĂŒbung.cite-ref-23[23]
Im PreuĂischen Staat
Ein Jahrhundert spĂ€ter hielt zu Beginn des Ersten Schlesischen Krieges der PreuĂenkönig Friedrich II. am 3. Januar 1741 seinen umjubelten Einzug in Breslau im Stil eines Joyeuse EntrĂ©e und vereinbarte mit dem Rat ein NeutralitĂ€tsabkommen.cite-ref-24[24] Am 10. August 1741 lieĂ er Breslau von seinen Truppen besetzen. Noch im selben Jahr am 7. November huldigten ihm die schlesischen StĂ€nde unter FĂŒhrung des KonsistorialprĂ€sidenten und Oelsner Landeshauptmanns Kaspar Leonhard Moritz von Prittwitz im Breslauer Rathaus.
Am 11. Juni 1742 beendete der Vorfriede von Breslau den Ersten Schlesischen Krieg. Darin ĂŒbergab Erzherzogin Maria Theresia in ihrer Eigenschaft als Königin von Böhmen den gröĂten Teil des Herzogtums Schlesien als souverĂ€nen Besitz an den preuĂischen König, wobei ein kleiner Teil als Ăsterreichisch-Schlesien Teil von Ăsterreich blieb. Die Schlesische Zeitung und der Korn-Verlag entstanden im selben Jahr.
Im Jahr 1749 explodierte infolge eines Blitzeinschlags der Pulverturm. Dabei wurden 43 HÀuser vollstÀndig zerstört, weitere 52 GebÀude mussten aufgrund der BeschÀdigungen abgebrochen werden. Die Katastrophe forderte 60 Todesopfer.cite-ref-25[25]
Im Jahr 1750 erwarb der preuĂische König Friedrich der GroĂe das Palais des bischöflichen Hofkanzlers Heinrich Gottfried von SpĂ€tgen, das er zu seiner Breslauer Residenz ausbaute. WĂ€hrend des SiebenjĂ€hrigen Krieges kam es am 22. November 1757 zur Schlacht von Breslau, in der Karl Alexander von Lothringen mit rund 80.000 Mann die 28.000 preuĂischen Truppen unter dem Kommando des Herzogs von Braunschweig-Bevern angriff. Aufgrund der starken Ăberlegenheit der habsburgischen Truppen zogen sich die PreuĂen ĂŒber Breslau nach Glogau zurĂŒck. Nach dem Sieg belagerten österreichische VerbĂ€nde die Stadt, bis der preuĂische General Johann Georg von Lestwitz in der Nacht zum 25. November die Stadt ĂŒbergab. Noch im selben Jahr begann die preuĂische Armee unter Friedrich II. nach ihrem Sieg ĂŒber die zahlenmĂ€Ăig weit ĂŒberlegenen Ăsterreicher in der Schlacht bei Leuthen mit der Belagerung der Stadt, die zur Ăbergabe durch den Stadtkommandanten von Bernegg am 21. Dezember 1757 fĂŒhrte. Ab 1760 hielt sich der Dichter und Dramatiker der AufklĂ€rung Gotthold Ephraim Lessing fĂŒr fĂŒnf Jahre als SekretĂ€r des Generals Friedrich Bogislav Graf von Tauentzien in der Stadt auf.
1793 kam es in Breslau zu Gesellenunruhen, die zu den bedeutendsten AufstĂ€nden im Revolutionsjahrzehnt im Heiligen Römischen Reich gezĂ€hlt werden. Der Zorn einer aufgebrachten Menschenmenge richtete sich gegen den als korrupt geltenden Geheimrat und Polizeidirektor Carl Friedrich Werner. 100 Reitern des KĂŒrassierregiments Dolffs gelang es, Letzteren in einer Kutsche aus der Stadt zu entfernen und einen Lynchmord zu verhindern. Bei Auseinandersetzungen mit dem MilitĂ€r kamen im Laufe der Unruhen 53 Zivilisten zu Tode. 1796 kam es zu einer weiteren, kleineren Unruhe. Im Anschluss erlieĂ Friedrich Wilhelm III. ein Publicandum, in dem die fĂŒr die Zukunft in einem solchen Fall zu treffenden, obrigkeitlichen MaĂregeln bestimmt wurden.cite-ref-26[26]
WĂ€hrend des Feldzugs Frankreichs gegen PreuĂen belagerte der General Vandamme mit einem Corps, das gröĂtenteils aus WĂŒrttembergern und Bayern bestand, die Stadt. Am 7. Dezember 1806 begann die Belagerung. Dabei brannten die Nikolai-, die Ohlauer und die Schweidnitzer Vorstadt ab.cite-ref-hap1-20-1[20] Am 7. Januar 1807 nach 29-tĂ€giger BeschieĂung kapitulierte der General von Thile. So eroberten Truppen des Rheinbunds Breslau und hielten es bis 1808 besetzt. Die Schleifung der Befestigungen Breslaus dauerte bis 1810. Durch die von NapolĂ©on gegen GroĂbritannien verhĂ€ngte Kontinentalsperre erlahmte der Handel mit LeinwĂ€nden. Infolge des SĂ€kularisationsediktes König Friedrich Wilhelms III. vom 30. Oktober 1810 kam es auch im preuĂischen Teil Schlesiens zur Aufhebung von Stiften und Klöstern. In Breslau entstand dadurch aus dem Sandstift die UniversitĂ€tsbibliothek Breslau. Die Brandenburgische UniversitĂ€t Frankfurt wurde ein Jahr spĂ€ter nach Breslau verlegt. Danach schlossen sich die örtliche Hochschule der Jesuiten und die Viadrina zusammen und grĂŒndeten 1811 die Schlesische Friedrich-Wilhelms-UniversitĂ€t. Breslau erlebte mit Friedrich Wilhelms III. Aufruf âAn Mein Volkâ den Auftakt der Befreiungskriege. Die Schlesische privilegierte Zeitung veröffentlichte ihn am 20. MĂ€rz 1813. Hier wurde auch das LĂŒtzow'sche Freikorps aufgestellt, auf das die deutschen Nationalfarben zurĂŒckgehen.
Die letzte der 1807 begonnenen preuĂischen Reformen teilte 1815 den Staat in Provinzen ein und machte Breslau zur Hauptstadt der Provinz Schlesien. Im Jahr 1821 erreichte die katholische Diözese Breslau die UnabhĂ€ngigkeit vom Erzbistum Gnesen, dem sie seit ihrer GrĂŒndung im Jahre 1000 unterstanden hatte. Aus Protest gegen die 1817 vollzogene Vereinigung der reformierten und lutherischen Kirchen PreuĂens zur Evangelischen Kirche in PreuĂen grĂŒndete sich 1830 unter der FĂŒhrung des Breslauer UniversitĂ€tsprofessors fĂŒr Theologie Johann Gottfried Scheibel die Evangelisch-lutherische (altlutherische) Kirche. Die Kirche wurde jedoch erst 1845 unter strengen Auflagen des preuĂischen Staates anerkannt. In der Periode der Jahre 1829â1840 begann der zunehmende Bedeutungsverlust der Stadt.
Industrialisierung
Am 18. Oktober 1847 entstand durch Anschluss der Oberschlesischen Eisenbahn an die Krakau-Oberschlesische Eisenbahn eine durchgehende Verbindung von Breslau nach Krakau. Mit der Fertigstellung des innerstĂ€dtischen Verbindungsgleises zwischen den Kopfbahnhöfen in Breslau gab es ab 3. Februar 1848 auch eine durchgehende Schienenverbindung vom Rhein bis zur Weichsel (â Geschichte der Eisenbahn in Deutschland). Ab 1849 wurden diverse Industriebetriebe in Breslau gegrĂŒndet: MĂŒhlen und Brauereien, ĂlmĂŒhlen und Spritfabriken, chemische- und Metallindustrie (beispielsweise die Wagenbauanstalt Gottfried Linke, Eisenbahnwaggonbau) und auch Bekleidungs-, Papier- und Möbelfabriken. Die jĂŒdische Bevölkerungsgruppe grĂŒndete 1854 das JĂŒdisch-Theologische Rabbinerseminar Fraenckelâscher Stiftung, um Rabbiner ausbilden zu können. 1856 wurde die königliche Eisenbahndirektion Breslau gegrĂŒndet (Reichsbahndirektion Breslau).
Um 1890 beherbergte Breslau mit 17.750 Personen nach Berlin die zahlenmĂ€Ăig stĂ€rkste jĂŒdische Gemeinde im deutschen Kaiserreich.cite-ref-27[27]
In Breslau gab es zahlreiche Gymnasien: das Maria-Magdalenen-Gymnasium, Elisabet-Gymnasium, Johannesgymnasium, Friedrichgymnasium, das Realgymnasium am Zwinger, das Heilig-Geist-Gymnasium und das Jesuitengymnasium St. Matthias-Gymnasium. 1880 wurde das Schlesische Museum fĂŒr bildende KĂŒnste gegrĂŒndet. Ebenso die Oper Breslau (von Carl Gotthard Langhans), Operettenhaus und verschiedene Theater, so die spĂ€teren Lobe- und Gerhart-Hauptmann-Theater. Bedeutende Fabriken des Textil-, Chemie-, Maschinen- und Waggonbaus wurden errichtet, beispielsweise die Linke-Hofmann-Werke (spĂ€ter LHB). Wie viele deutsche StĂ€dte erfuhr Breslau in der zweiten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts ein starkes Bevölkerungswachstum durch GeburtenĂŒberschuss, Zuzug und die Eingliederung von Vororten.
1842 wurden 100.000 Einwohner erreicht; damit wurde Breslau nach Wien, Berlin, Prag und Hamburg die fĂŒnfte GroĂstadt im Deutschen Bund. Es war 1875 mit 239.050 Einwohnern die drittgröĂte Stadt des Deutschen Kaiserreiches, 1900 mit 422.709 Einwohnern allerdings nur noch die fĂŒnftgröĂte. 1905 lebten in Breslau 423 Einwohner auf einem Hektar mit HĂ€usern bebauter FlĂ€che (also der StadtflĂ€che nach Abzug von StraĂen, PlĂ€tzen, sonstigen VerkehrsflĂ€chen, Höfen, GewĂ€ssern, Parks, landwirtschaftlichen FlĂ€chen, WĂ€ldern usw.).cite-ref-28[28] Damit waren Breslau nach Berlin, Schöneberg und Charlottenburg die damals am viertdichtesten bewohnte deutsche GroĂstadt. 1905 wurden die Religionen der BĂŒrger erhoben, wobei 57,5 % der Bewohner sich zum evangelischen und 36,6 % zum katholischen Glauben bekannten. Ab 1857 verfĂŒgte die Stadt bereits ĂŒber mehrere Postbahnhöfe (als einzige neben Berlin), und ĂŒber ein dichtes Netz im Eisenbahn-Nah- und Fernverkehr. 1928 erreichte eine elektrifizierte Hauptstrecke der Reichsbahn Breslau als eine der ersten deutschen StĂ€dte. Bei einem GroĂbrand im Ursulinenkloster 1907 brannten der Dachstuhl der Kirche und der 65 m hohe Turm aus. Ab 1900 entstanden bedeutende, moderne WarenhauspalĂ€ste, so Barasch (noch existierender Jugendstilbau), 1929 Wertheim (einer der gröĂten Stahlskelettbauten seiner Zeit) oder das Warenhaus Petersdorff, von Erich Mendelsohn erbaut.
Im Ergebnis einer VolkszÀhlung im Jahr 1910 ergab sich folgende Verteilung der Muttersprachen:
âą 95,71 % der Einwohner gaben Deutsch als ihre Muttersprache an,
âą 02,95 % gaben die polnische Sprache an,
âą 00,68 % gaben die tschechische Sprache an,
âą 00,67 % gaben die deutsche und die polnische Sprache an.
Im selben Jahr entstanden bedeutende Bauwerke wie die KaiserbrĂŒcke und die Technische Hochschule (TH). 1913 gab es in der neu errichteten Jahrhunderthalle eine Ausstellung zum Gedenken an die 100 Jahre zuvor ausgetragenen Befreiungskriege gegen Napoleon. 1914 wurde der von Hans Poelzig entworfene Konzertsaal erbaut. In den Jahren 1913 bis 1915 wurde die Königin-Luise-GedĂ€chtniskirche erbaut.cite-ref-29[29]
Weimarer Republik
Im Jahr 1919 wurde die Provinz Schlesien geteilt in die Provinzen Oberschlesien und Niederschlesien, dessen Hauptstadt Breslau war. Der SPD-Politiker Felix Philipp wurde der erste OberprĂ€sident der Provinz. 1921 erreichte die SPD bei den Provinziallandtagswahlen mit 51,19 % der Stimmen die absolute Mehrheit, zweitstĂ€rkste Kraft wurde das katholische Zentrum mit 20,2 %, drittstĂ€rkste die DVP mit 11,9 %, viertstĂ€rkste die DDP mit 9,5 % und fĂŒnftstĂ€rkste die KPD mit 3,6 %. Breslau erreichte 1925 mit 557.139 Einwohnern die reichsweit höchste Einwohnerdichte (durch Zuwanderung aus den zu Polen gefallenen Gebieten wie Ostoberschlesien). Sie war zu diesem Zeitpunkt eine mehrheitlich evangelische Stadt mit der drittgröĂten jĂŒdischen Gemeinde im Reich.cite-ref-30[30]
Die Stadt spielte in der frĂŒhen deutschen Rundfunkgeschichte eine wichtige Rolle. Der 1924 gegrĂŒndete Reichssender Schlesische Funkstunde hatte â zusammen mit seinen Nebensendern â Anfang der 1930er Jahre etwa 200.000 Hörer. Es erschien dazu die Programmzeitung Schlesische Wellen, mit den RedaktionsrĂ€umen in der WallstraĂe 1. Aus dem GebĂ€ude der Schlesischen Funkstunde sendet heute Radio WrocĆaw an der Aleja Karkonoska. Die wichtigste Zeitung in Breslau in der Weimarer Republik war die Regionalzeitung Breslauer Neueste Nachrichten.
Vom 5. bis 13. Juli 1928 fand in Breslau der 20. Deutsche Feuerwehrtag statt.
Am 1. April 1928 fĂŒhrte das GroĂ-Breslau-Gesetz zur umfassenden Eingemeindung mehrerer StĂ€dte, Landgemeinden und Gutsbezirke rund um Breslau, das sich auf 175 kmÂČ vergröĂerte. Im Jahr 1933 war Breslau mit 625.198 Einwohnern nur noch die achtgröĂte Stadt im Deutschen Reich.
Zeit des Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg
Bei der Reichstagswahl MĂ€rz 1933 erhielt die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) in der Stadt 51,7 Prozent der abgegebenen Stimmen. WĂ€hrend der Herrschaft des NS-Regimes gewann Breslau als Sitz eines Parteigaus an Bedeutung. Eines der ersten NS-Konzentrationslager, das KZ Breslau-DĂŒrrgoy, wurde am 28. April 1933 eröffnet. Der GroĂteil der 200â400 Inhaftierten waren politische HĂ€ftlinge, meist NSDAP-Gegner aus SPD, KPD und der in Breslau stark vertretenen SAPD. Das Lager wurde durch die SA bewacht; der damalige Breslauer PolizeiprĂ€sident und SA-ObergruppenfĂŒhrer Edmund Heines war fĂŒr den Betrieb des KZs verantwortlich. Am 10. August 1933 wurde das Lager geschlossen und die meisten Insassen in andere Lager deportiert. In den Jahren 1934â1943 war Hans Fridrich, der spĂ€tere Vizechef der MilitĂ€rverwaltung in Belgien und Nordfrankreich, OberbĂŒrgermeister von Breslau. Der Deutsche Reichsbund fĂŒr LeibesĂŒbungen richtete das Deutsche Turn- und Sportfest 1938 in Breslau aus.
WĂ€hrend der Novemberpogrome 1938 (âReichskristallnachtâ), bei denen deutschlandweit 400 Juden ermordet und 1400 Synagogen und andere jĂŒdische Bauwerke und Einrichtungen zerstört wurden, legten SA-Trupps Feuer an die 1872 erbaute Neue Synagoge Breslau. Sie war zuvor neben der Neuen Synagoge Berlin als eine der imposantesten Synagogen Deutschlands bekannt.cite-ref-31[31] 2000 jĂŒdische BĂŒrger wurden anschlieĂend in âSchutzhaftâ genommen und in Konzentrationslager verschleppt, um sie zur Emigration zu nötigen und ihr Vermögen zu âarisierenâ.cite-ref-32[32]cite-ref-33[33] Im November 1941 begann mit einer ersten Deportation von 1005 Frauen, MĂ€nnern und Kindern die Verschleppung der in Breslau verbliebenen Juden, von denen danach viele ermordet wurden oder spĂ€ter in Lagern an Typhus verstarben. Am 21. November gegen 6 Uhr morgens aus ihren Wohnungen geholt, wurden sie in Lastwagen in das Sammellager SchieĂwerder gebracht, von wo sie am 25. November ĂŒber den nahen Odertorbahnhof ins litauische Kaunas deportiert wurden. Dort wurden sie gleich nach ihrer Ankunft am 29. November 1941 im sogenannten IX. Fort von Angehörigen des Einsatzkommandos 3 unter Karl JĂ€ger erschossen.cite-ref-34[34] Ab Mitte 1944 wurden in Breslau zwei AuĂenlager des KZ GroĂ-Rosen eingerichtet. Die Zwangsarbeiter aus dem Lager I wurden in den Fahrzeug- und Motoren-Werken (FAMO) zur Herstellung von Flugmotoren eingesetzt; die genaue HĂ€ftlingsanzahl ist nicht bekannt. Borsig und die Linke-Hofmann-Werke ĂŒbernahmen Zwangsarbeiter aus dem Lager II, in dem 520 (nach anderen Angaben zwischen 700 und 1000) Gefangene inhaftiert waren. Die AuĂenlager wurden rund sieben Monate nach deren Errichtung wegen des Vormarsches der Roten Armee wieder aufgelöst.
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Hauptartikel
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Juden in Breslau
Am 7. Oktober 1944 war die Stadt Ziel der ersten Luftangriffe der Alliierten. Die Stadt erfuhr jedoch keine mit anderen deutschen GroĂstĂ€dten vergleichbare Zerstörung. Deshalb wurde Breslau auch oft spöttisch âReichsluftschutzkellerâ genannt. Nach den Unterlagen der Kleinen Verbrauchergruppenstatistik, die aus den Daten der Lebensmittelzuteilungen gewonnen und 1953 vom deutschen Statistischen Bundesamt veröffentlicht wurden, umfasste die versorgte Zivilbevölkerung in Breslaucite-ref-35[35] Anfang Februar 1943 588.816 Personen, Anfang Februar 1944 592.724, Anfang Dezember 1944 noch 527.128. Das steht mit der Behauptung, die Bevölkerungszahl sei 1944 auf eine Million angeschwollen,cite-ref-36[36] nicht in Einklang.
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Hauptartikel
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Schlacht um Breslau
Am 20. Januar 1945, acht Tage nach dem Beginn der Weichsel-Oder-Operation der Roten Armee, erlieĂ der Gauleiter von Niederschlesien Karl Hanke den Befehl zur Evakuierung der Stadt. Im selben Monat stieĂen die Truppen der sowjetischen 3. Garde-Panzerarmee unter Pawel S. Rybalko sowie der sowjetischen 6. Armee unter Wladimir A. Glusdowski in Richtung Breslau vor. Im Zuge der folgenden Evakuierung aller Schulkinder, die hauptsĂ€chlich nach Böhmen transportiert wurden, flohen rund 75 % der Gesamtbevölkerung aus der Stadt. Auf ihrer Flucht starben tausende Menschen aufgrund der sowjetischen Luftangriffe auf FlĂŒchtlingstrecks und des kalten Winters.
Durch die Niederschlesische Operation der Roten Armee wurde Breslau am 15. Februar eingekesselt, wobei sich noch rund 40.000 Soldaten sowie 150.000 Zivilisten im Stadtgebiet aufhielten. Am 14. Februar 1945 wurde Breslau zur Festung erklĂ€rt.cite-ref-37[37] Bis zum Ende der Schlacht um Breslau am 6. Mai, zwei Tage vor der deutschen Kapitulation, fanden in Breslau schwere HĂ€userkĂ€mpfe statt, in denen etwa 20.000 Zivilisten,cite-ref-38[38] 6000 deutsche und 7000 sowjetische Soldaten ums Leben kamen. WĂ€hrend der Schlacht wurden ergriffene Deserteure wegen âFeigheit vor dem Feindâ zum Tode verurteilt und exekutiert. Durch die Gefechte wurden 65â80 % aller GebĂ€ude, davon 400 BaudenkmĂ€ler, zerstört. Kurz nach der Eroberung Breslaus durch die Rote Armee kam es zu Ăbergriffen ihrer Soldaten auf die Zivilbevölkerung, insbesondere zu einer Vielzahl von Vergewaltigungen (siehe auch: Sowjetische Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg). Am 9. Mai unterstellte der Stadtkommandant der Roten Armee die Stadt der Verwaltung der Volksrepublik Polen.
In 15 km Entfernung vom Stadtzentrum befindet sich in Nadolice Wielkie (GroĂ-NĂ€dlitz) eine deutsche KriegsgrĂ€berstĂ€tte mit Friedenspark.cite-ref-39[39]
In der Volksrepublik Polen
In den ersten Monaten nach Kriegsende kehrten viele Bewohner in die Stadt zurĂŒck. Ab dem 30. Juni 1945 wurde ihnen jedoch durch die Polnische Volksarmee der Ăbergang ĂŒber die Oder-NeiĂe-Demarkationslinie nach Polen versperrt. Zugleich begann die Zuwanderung von Polen, die ĂŒberwiegend aus den von der Sowjetunion annektierten Gebieten östlich der Curzon-Linie kamen, der sogenannten Kresy. Im Juli gab es ungefĂ€hr 300.000 deutsche BĂŒrger in der Stadt. In der Folgezeit begannen die lokalen polnischen Verwaltungsbehörden mit der âwildenâ Vertreibung dieser einheimischen Bevölkerung, um sie durch Polen zu ersetzen, die spĂ€ter meist aus Zentralpolen zureisten. Im Sommer 1946 hatten sich bereits 30.000 polnische Einwohner angesiedelt. Die polnische Ortsbezeichnung WrocĆaw wurde amtlich eingefĂŒhrt. 1948 war die Vertreibung der deutschen Bevölkerung abgeschlossen.
Die Auflösung der Evangelischen Kirche von Schlesien im Gebiet östlich der Oder-NeiĂe-Linie erfolgte am 31. Oktober, ihr Sitz wurde nach Görlitz verlegt. Einen Monat spĂ€ter, am 4. Dezember, wurde auch das Oberhaupt der evangelischen Kirche in Schlesien ausgewiesen. Im Jahr 1948 lebten in Breslau 300.000 polnische und 7000 deutsche BĂŒrger. Ab 1955 begann der Wiederaufbau der durch den Zweiten Weltkrieg zerstörten Innenstadt. In den 1970er und 1980er Jahren entstand in den AuĂenbezirken eine groĂe Anzahl an GroĂwohnsiedlungen.
Zu Beginn der 1980er Jahre entwickelte sich Breslau zu einem wichtigen Zentrum der SolidarnoĆÄ. Am 21. Juni 1983 besuchte Papst Johannes Paul II. die schlesische Metropole. Zu einem Gottesdienst in der sĂŒdlichen Siedlung Partynice kamen etwa eine halbe Million Menschen. Im gleichen Jahr begann die Oppositionsgruppe Orange Alternative im gesamten Stadtgebiet Zwerge an HĂ€user und WĂ€nde zu malen, um ihren Protest gegen die kommunistische Regierung deutlich zu machen. Seit den 1990er Jahren erinnern im gesamten Stadtgebiet die Breslauer Zwerge an diese Aktionen.
Dritte Polnische Republik
Nachdem das realsozialistische System ein Ende gefunden hatte und der eiserne Vorhang abgebaut worden war, brach auch in Breslau eine neue Epoche an. Ab 1990 begann der Wiederaufbau, der nun auch deutsches Kulturerbe einbeziehen durfte, und brachte dies in Einklang mit der nun polnischen IdentitÀt der Stadt. Im Mai 1997 besuchte Papst Johannes Paul II. erneut Breslau, wo ein Eucharistischer Weltkongress stattfand.
Zwei Monate spĂ€ter verwĂŒstete die Oderflut Breslau schwer. Innerhalb von vier Tagen regnete es in Schlesien so viel wie normalerweise in einem Monat. Eine Flutwelle kam aus Richtung Tschechien und Oberschlesien. Um die Ăberflutung der Stadt zu verhindern, hĂ€tten die Deiche im SĂŒden der Stadt gesprengt werden sollen. Proteste der Anwohner und Bauern verhinderten dies aber; die Behörden waren mit dieser Situation ĂŒberfordert und handelten nicht weiter. WĂ€hrend des Hochwassers wurden zahlreiche Stadtteile ĂŒberschwemmt. Auch die Altstadt war betroffen, wobei der GroĂe Ring mit dem historischen Rathaus verschont blieb. Zahlreiche WohnhĂ€user aus der GrĂŒnderzeit erlitten schwere BeschĂ€digungen und waren nach der Ăberschwemmung vom Abriss bedroht. Versicherer und Baufachleute schĂ€tzten die SchĂ€den in der Stadt auf knapp 200 Millionen Euro. Nach dem Hochwasser wurden neue HochwasserschutzmaĂnahmen an der Oder getroffen, um Breslau vor zukĂŒnftigen Katastrophen zu schĂŒtzen.cite-ref-40[40]
Der EU-Beitritt Polens zum 1. Mai 2004 ermöglichte die Inanspruchnahme von Geldern aus dem Infrastrukturfonds, mit deren Hilfe historische Bauten renoviert, StraĂen und der öffentliche Nahverkehr saniert wurden. Am 13. Juli 2006 nahm die UNESCO die Jahrhunderthalle in die Welterbeliste auf.cite-ref-41[41]
Im Jahr 2012 fand in Polen die FuĂball-Europameisterschaft 2012 statt. Breslau wurde als Austragungsort ausgesucht und erhielt ein neues Stadion, das 2011 eröffnete Stadion Miejski.cite-ref-42[42] 2012 wurde der Sky Tower fertiggestellt; er ist das höchste GebĂ€ude der Stadt. Pro Jahr besuchen etwa eine Million Touristen aus aller Welt Breslau. 2015 verlieh die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa Breslau den Ehrentitel Reformationsstadt Europas.cite-ref-43[43] Im Jahr 2016 war Breslau neben der spanischen Stadt Donostia-San SebastiĂĄn die Kulturhauptstadt Europas.cite-ref-44[44]
Demographie
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Hauptartikel
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Einwohnerentwicklung von Breslau
| Jahr | Einwohner | Anmerkungen |
|---|---|---|
| 1403 | â 21.863 | wahrscheinliche Anzahl, darunter 2520 BĂŒrger [ 45 ] |
| 1555 /56 | â 35.400 | wahrscheinliche Anzahl; [ 45 ] Vergleich: Magdeburg (1550) 34.000, Berlin (1576, ohne B.-Kölln) 11.000, Köln a. Rh. (1430 u. 1600) 40.000 |
| 1618 | â 36.260 | wahrscheinliche Anzahl [ 45 ] |
| 1675 | â 30.310 | wahrscheinliche Anzahl; [ 45 ] Vergleich: Magdeburg (1681) 7.700, Berlin (16.800, ohne B.-Kölln) 10.000, Köln a. Rh. (7114) 42.015 |
| 1710 | â 40.890 | wahrscheinliche Anzahl [ 45 ] Berlin (1710, nach Eingemeindung von Kölln und VorstĂ€dten) 55.000 |
| 1756 | 0 54.744 | [ 46 ] [ 45 ] |
| 1763 | 0 42.114 | Zeit des SiebenjÀhrigen Kriegs , [ 46 ] nach anderen Angaben 49.049 Einwohner [ 45 ] |
| 1770 | 0 51.522 | [ 45 ] |
| 1780 | 0 50.524 | [ 45 ] |
| 1790 | 0 51.219 | , [ 46 ] nach anderen Angaben 54.917 Einwohner, darunter 10.117 BĂŒrger (5270 Mann von der Garnison) [ 45 ] |
| 1800 | 0 64.500 | Vergleich: Magdeburg (1801) 22.676, Berlin (180) 170.132, Köln a. Rh. (1801) 42.024 |
| 1816 | 0 68.733 | am Jahresende [ 47 ] |
| 1828 | 0 90.090 | am Jahresende, mit Einschluss des MilitÀrs [ 48 ] |
| 1829 | 0 84.904 | ohne Garnison, davon 57.693 Evangelische, 22.355 Katholiken und 4856 Juden, Garnison und Angehörige 5116 Personen [ 49 ] [ 50 ] |
| 1832 | 0 88.509 | Hauptstadt, bestehend aus der Innenstadt und den VorstÀdten, mit 3895 HÀusern [ 51 ] |
| 1837 | 0 88.869 | am Jahresende [ 47 ] |
| 1843 | 0 97.939 | am Jahresende, davon 63.171 Evangelische, 28.429 Katholiken und 6339 Juden [ 52 ] |
| 1850 | 114.000 | |
| 1867 | 171.926 | davon 100.004 Evangelische, 58.415 Katholiken, 12.574 Juden und 933 Sonstige [ 53 ] |
| 1871 | 207.997 | am 1. Dezember, davon 121.185 Evangelische, 72.145 Katholiken, 751 sonstige Christen, 13.916 Juden; [ 54 ] nach anderen Angaben 208.025 [ 53 ] bzw. 211.037 Einwohner [ 55 ] |
| 1875 | 239.050 | [ 56 ] |
| 1880 | 272.912 | [ 56 ] |
| 1885 | 299.640 | [ 56 ] |
| 1890 | 335.186 | davon 190.761 Evangelische, 125.483 Katholiken und 17.754 Juden [ 56 ] |
| 1900 | 422.709 | (einschlieĂlich 5948 aktiver MilitĂ€rpersonen) [ 46 ] davon 244.117 Evangelische und 157.050 Katholiken, [ 56 ] etwa 5 % Juden; [ 46 ] 97,7 % deutscher NationalitĂ€t, 3103 Personen sprechen neben dem Deutschen polnisch , 5363 ausschlieĂlich polnisch [ 46 ] |
| 1905 | 470.904 | am 1. Dezember, davon 276.056 Evangelische (darunter 630 mit polnischer Muttersprache ), 172.285 Katholiken (darunter 5370 mit polnischer Muttersprache) und 20.356 Juden; 5978 aktive MilitÀrpersonen [ 57 ] |
| 1910 | 512.105 | davon 303.378 Evangelische, 183.542 Katholiken und 20.212 Juden; 6047 MilitÀrpersonen [ 6 ] [ 56 ] |
| 1925 | 557.139 | davon 332.817 Evangelische, 182.343 Katholiken, 1437 sonstige Christen und 23.240 Juden [ 56 ] |
| 1933 | 625.198 | davon 372.331 Evangelische, 197.215 Katholiken, 588 sonstige Christen und 20.201 Juden [ 56 ] |
| 1939 | 620.976 | davon 368.464 Evangelische, 193.805 Katholiken, 2135 sonstige Christen und 10.659 Juden [ 56 ] |
| Jahr | 1946 | 1956 | 1960 | 1965 | 1970 | 1975 | 1980 | 1990 | 1999 | 2003 | 2008 | 2014 | 2015 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 171.000 | 400.000 | 431.800 | 475.000 | 526.000 | 579.900 | 617.700 | 640.600 | 650.000 | 638.000 | 632.200 | 633.105 (30. Juni) | 634.404 (30. Juni) |
Etymologie des Stadtnamens
Der deutsche und der polnische Name der Stadt leiten sich vermutlich vom Namen des böhmischen Herzogs Vratislav I. ab, der im frĂŒhen 10. Jahrhundert zeitweilig ĂŒber die Stadt herrschte und der Legende nach der GrĂŒnder der Stadt ist.cite-ref-58[58] Einer der ersten Belege fĂŒr den Namen der Stadt ist in der aus dem frĂŒhen 11. Jahrhundert stammenden Chronik des Geschichtsschreibers Thietmar von Merseburg zu finden (âIohannem Wrotizlaensemâ, âWortizlava civitateâ).cite-ref-59[59] Der deutsche Ortsname âBreslauâ ist aus dem Slawischen hervorgegangen.
Etymologisch entstand die deutsche Bezeichnung âBreslauâ aus der slawischen. Belegt werden kann dies durch den Vergleich historischer geistlicher und fĂŒrstlicher Urkunden, bei denen zahlreiche unterschiedliche Abwandlungen des Ortsnamens zu finden sind (âecclesiam Wratislaviensemâ, âepiscopus Wratizlauiensisâ, âWrotizlaensisâ, âin foro Wratislaviensiâ, âWroczlaviensi provinciaâ, âVrozlaviaâ, âWortizlauaâ, âWrazslavieâ, âVratislaviaâ, âWratizlaviaâ, âWratislaviaâ, âWratislawiaâ, âVratizlavâ, âWratizlawâ, âWratislawâ, âWraislawâ, âVratizlauâ, âWratizlauâ, âWratislauâ, âWreczeslawâ, âWretslawâ, âWrezlawâ, âWrezlauâ, âdux de Werslaueâ, âBreczlawâ, âBretzlawâ, âBretlavâ, âBretzlauâ, âBretzlaâ, âBrezslawâ, âBrezlawâ, âBreĂlawâ, âBresslawâ, âPresslawâ, âBreslowâ, âBreslouâ, âBreĂlauâ, âBresslauâ, âBreslauâ).
Die auf Betreiben der Schlesischen Piasten mit deutschen Siedlern gegrĂŒndete Neustadt ĂŒbernahm den Namen der benachbarten Bischofsstadt, dessen polnische Version mit der Zeit zu âWrocĆawâ verkĂŒrzt wurde. Der politische Zusammenschluss beider StĂ€dte erfolgte erst im Jahr 1808.
Seit dem 19. Jahrhundert war im deutschen Sprachraum nur noch die Form âBreslauâ gelĂ€ufig. Die deutschen Schlesier sagten oft auch âPrasselâ oder âBrasselâ. Die Ersetzung des Lautes âwâ durch den Laut âbâ kann dadurch erklĂ€rt werden, dass die deutschen Ansiedler den vorgefundenen Ortsnamen slawischen Ursprungs mundgerecht umgebildet haben, um ihn leichter aussprechen zu können. Teilweise wird vermutet, dass der deutsche Ort anfĂ€nglich auch einen eigenen Namen hatte, der aber historisch nicht ĂŒberliefert wurde. Der polnische Ortsname âWrocĆawâ wiederum leitet sich vom Personennamen âWrĂłcisĆawâ ab. Der Name âWrĂłcisĆawâ oder âVratislavâ ist ein zusammengesetzter Personenname. Der erste Teil (polnisch âwrĂłciÄâ, âwracaÄâ, tschechisch âvracetiâ, âvrĂĄtitiâ) steht fĂŒr âzurĂŒckkommenâ, âwiedererstattenâ, âstĂŒrzenâ, âvertreibenâ, âin die Flucht schlagenâ. Der zweite Teil (âsĆawâ) steht fĂŒr âNameâ, âAnsehenâ, âguter Rufâ, âRuhmâ.cite-ref-60[60] Der Anfangsbuchstabe âWâ des Namens des StadtgrĂŒnders ist seit je, mit Ausnahme der Zeit von 1938 bis 1990, im deutschen und polnischen Wappen der Stadt Breslau/WrocĆaw zu sehen (siehe unten unter â#Politikâ, â#Stadtwappenâ).
Politik
StadtprÀsident
StadtprĂ€sident ist seit 2018 Jacek Sutryk. Sein VorgĂ€nger war 16 Jahre lang RafaĆ Dutkiewicz. Die Wahl 2024 fĂŒhrte zu folgendem Ergebnis:cite-ref-61[61]
âą Jacek Sutryk (Wahlkomitee Jacek Sutryk â Lewica und unabhĂ€ngige lokale Verwaltungen) 34,3 % der Stimmen
âą Izabela Bodnar (Trzecia Droga) 29,8 % der Stimmen
âą Ćukasz Kasztelowicz (Prawo i SprawiedliwoĆÄ) 19,2 % der Stimmen
âą Jerzy Michalak (Wahlkomitee parteilose lokale Verwaltungen) 8,0 % der Stimmen
âą Robert Grzechnik (Konfederacja Polski NiepodlegĆej) 5,4 % der Stimmen
âą Ăbrige 3,3 % der Stimmen
Im notwendige zweiten Wahlgang wurde Amtsinhaber Sutryk, der auĂer von seinem eigenen Wahlkomitee auch von der Koalicja Obywatelska unterstĂŒtzt wurde, mit 68,3 % gegen Bodnar wiedergewĂ€hlt.
Die Wahl 2018 fĂŒhrte zu folgendem Ergebnis:cite-ref-62[62]
âą Jacek Sutryk (Koalicja Obywatelska) 50,2 % der Stimmen
âą MirosĆawa Stachowiak-RĂłĆŒecka (Prawo i SprawiedliwoĆÄ) 27,5 % der Stimmen
âą Katarzyna Obara-Kowalska (Bezpartyjny WrocĆaw) 7,4 % der Stimmen
âą Jerzy Michalak (Wahlkomitee Jerzy Michalak) 6,9 % der Stimmen
âą Zbigniew Antoni JarzÄ
bek (Kukizâ15) 2,4 % der Stimmen
âą Marta Lempart (Wiosna) 2,3 % der Stimmen
âą Ăbrige 3,3 % der Stimmen
Damit wurde Sutryk bereits im ersten Wahlgang gewÀhlt.
Stadtrat
Breslau ist seit 1999 Hauptstadt der Woiwodschaft Niederschlesien. Der Stadtrat besteht aus 37 Mitgliedern und wird direkt gewĂ€hlt. Die Stadtratswahl 2024 fĂŒhrte zu folgendem Ergebnis:cite-ref-63[63]
âą Koalicja Obywatelska (KO) 42,1 % der Stimmen, 23 Sitze
âą Prawo i SprawiedliwoĆÄ (PiS) 21,5 % der Stimmen, 8 Sitze
âą Wahlkomitee Jacek Sutryk â Lewica und unabhĂ€ngige lokale Verwaltungen 14,2 % der Stimmen, 6 Sitze
âą Trzecia Droga (TD) 8,4 % der Stimmen, kein Sitz
âą Konfederacja Polski NiepodlegĆej 6,1 % der Stimmen, kein Sitz
âą Wahlkomitee parteilose lokale Verwaltungen 4,3 % der Stimmen, kein Sitz
âą Ăbrige 3,4 % der Stimmen, kein Sitz
Die Stadtratswahl 2018 fĂŒhrte zu folgendem Ergebnis:cite-ref-64[64]
âą Koalicja Obywatelska (KO) 35,0 % der Stimmen, 17 Sitze
âą Prawo i SprawiedliwoĆÄ (PiS) 26,6 % der Stimmen, 13 Sitze
âą Wahlkomitee RafaĆ Dutkiewicz â Allianz fĂŒr Breslau 14,2 % der Stimmen, 7 Sitze
âą Bezpartyjny WrocĆaw 7,9 % der Stimmen, kein Sitz
âą Wahlkomitee Jerzy Michalak 5,9 % der Stimmen, kein Sitz
âą Kukizâ15 3,6 % der Stimmen, kein Sitz
âą Partia Zieloni 2,7 % der Stimmen, kein Sitz
âą Wahlkomitee fĂŒr Alle 2,6 % der Stimmen, kein Sitz
âą Ăbrige 1,5 % der Stimmen, kein Sitz
Stadtwappen
â
Hauptartikel
:
Wappen Breslaus
âą Das von Kaiser Karl V. der Stadt verliehene Wappen wurde von 1530 bis 1938 und von 1945 bis 1948 verwendet und wurde auf der Flagge Breslaus vor 1938 abgebildet. Es ist seit 1990 wieder in Gebrauch: Quadriert; anstelle eines Mittelschildes belegt mit einer aufgerichteten silbernen SchĂŒssel, darin das Haupt Johannes des TĂ€ufers. Im ersten Feld in Rot ein links gewendeter, goldgekrönter, doppelschwĂ€nziger, silberner Löwe (der böhmische Löwe), im zweiten Feld in Gold ein schwarzer Adler, dessen Brust mit einem steigenden silbernen Halbmond (Brustmond) belegt ist (der schlesische Adler), im dritten Feld in Gold ein schwarzes âWâ (vom Stadtnamen Wratislavia und dem StadtgrĂŒnder Wratislaw), im vierten Feld in Rot das Haupt Johannes des Evangelisten mit goldenem Nimbus; den Halsabschnitt verdeckt ein goldener Brustschmuck in Gestalt einer gestĂŒrzten Krone. Die beiden Johannesâ sind neben der Hl. Hedwig besondere Patrone der schlesischen Kirche.
âą Im Zeitraum des Nationalsozialismus kam 1938â1945 ein vom KĂŒnstler Mjölnir entworfenes Stadtwappen zum Einsatz: Geteilt; oben in Gold ein rot bewehrter schwarzer Adler, dessen Brust mit einem steigenden silbernen Halbmond belegt ist (der schlesische Adler), unten in Rot das Eiserne Kreuz mit der Jahreszahl 1813.
âą Unter der kommunistischen Regierung Polens wurde 1948â1990 ein Stadtwappen mit folgendem Bild verwendet: rechts in Rot der halbe silberne, aber ungekrönte polnische Adler, links in Gold der halbe schwarze schlesische Adler.cite-ref-65[65]
StÀdtepartnerschaften
Die 17 PartnerstÀdte von Breslaucite-ref-66[66] sind
| Stadt | Land | seit |
|---|---|---|
| Batumi | Georgien Georgien | 2019 |
| Breda | Niederlande Niederlande | 1991 |
| Charlotte | Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten | 1991 |
| Cheongju | China Volksrepublik Volksrepublik China | 2023 |
| Dresden | Deutschland Deutschland | 1963, aktualisiert 1991 |
| Guadalajara | Mexiko Mexiko | 1995 |
| Hradec Krålové (KöniggrÀtz) | Tschechien Tschechien | 2003 |
| Kaunas | Litauen Litauen | 2003 |
| Kiew | Ukraine Ukraine | 2022 |
| Lille | Frankreich Frankreich | 2013 |
| Lwiw (Lemberg) | Ukraine Ukraine | 2003 |
| Département Vienne | Frankreich Frankreich | 1990 |
| Vilnius | Litauen Litauen | 2014 |
| Wiesbaden | Deutschland Deutschland | 1987 |
| Oxford | Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich | 2018 |
| Ramat Gan | Israel Israel | 1997 |
| ReykjavĂk | Island Island | 2017 |
1950 ĂŒbernahm die Stadt Köln auf Betreiben von Heimatvertriebenen eine StĂ€dtepatenschaft ĂŒber Breslau. 1959 wurde deshalb der Platz an der Nordseite des Hauptbahnhofes in Breslauer Platz benannt. Die StĂ€dtepatenschaft spielt heutzutage im öffentlichen Leben der Stadt Köln keine Rolle mehr. Im offiziellen Internetauftritt der Stadt Köln wird diese Patenschaft nicht mehr erwĂ€hnt.cite-ref-67[67] Andere Homepages hierzu sind verwaistcite-ref-68[68] oder veraltet.cite-ref-69[69]
Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten
Die gesamte Altstadt und auch angrenzende Bezirke sind von hunderten der Breslauer Zwerge âbesiedeltâ, die sowohl an SehenswĂŒrdigkeiten als auch an anderen Orten aufgestellt sind.
Theater
Breslau besitzt einige Theater, wie das Polnische Theater Breslau, eine Oper, eine Operette sowie eine Philharmonie, ein Musikforum und ein Puppentheater.
Museen
Die Stadt verfĂŒgt ĂŒber eine groĂe Anzahl von Museen, die teils auf eine jahrhundertelange Geschichte zurĂŒckblicken können. Das gröĂte und bekannteste bildet das 1947 gegrĂŒndete Nationalmuseum fĂŒr bildende Kunst. Weitere wichtige Museen sind das Stadtmuseum im Breslauer Stadtschloss, das Panorama von RacĆawice, das 1814 gegrĂŒndete Naturhistorische Museum im Botanischen Garten, das Erzdiözesanmuseum, das Geologische Museum, das polnische Architekturmuseum sowie das UniversitĂ€tsmuseum mit Aula Leopoldina und Mathematischem Turm. Die zuletzt neu eröffneten Museen in Breslau sind das historische Geschichtszentrum Zajezdnia (2016), die Galerie OP ENHEIM (2018) und das Museum der Illusionen (2021).cite-ref-70[70]
Siehe auch
:
Liste von Museen in Breslau
Bauwerke
Sandinsel und Dominsel (Wyspa Piasek/OstrĂłw Tumski)
⹠Breslauer Dom St. Johannes (römisch-katholisch)
âą Sandkirche (gotisch, 1334â1440) (römisch-katholisch), erbaut durch den Baumeister Peschel
âą St. Ăgidius (romanisch, 13. Jahrhundert) (römisch-katholisch)
âą St. Anna (barock, 17. Jahrhundert) (jetzt St. Kyrill und Methodiu, orthodox)
âą ehem. St. Anna (gotisch, 15. Jahrhundert) (jetzt Wohnhaus)
âą Martinkirche (frĂŒhgotisch, 13. Jahrhundert) (römisch-katholisch)
âą St. Michaelis, Breslau-Elbing (katholisch)
⹠St.-Peter-und-Paul-Kirche (gotisch, 15. Jahrhundert) (römisch-katholisch)
âą zweigeschossige Stiftskirche zum Heiligen Kreuz und St. BartholomĂ€us (13.â14. Jahrhundert), erbaut vermutlich durch die BauhĂŒtte des Meisters Wiland (römisch-katholisch, untere Kirche ehemals ukrainisch-uniert)
âą Botanischer Garten, 1811 angelegt
âą SandbrĂŒcke, erbaut 1861, verbindet die Altstadt mit der Sandinsel
âą DombrĂŒcke, erbaut 1888 bis 1890, verbindet Dom- und Sandinsel miteinander
Altstadt um den Ring (Stare Miasto)
âą Kirche St. Adalbert, gotisch (13.â15. Jahrhundert), römisch-katholisch
âą Alte Börse am Salzmarkt (polnisch Plac solny), klassizistisch (1822â1824)
âą Bernhardinerkirche, gotisch (1463â1502), heute Museum der Architektur
âą Breslauer Zwerge
⹠Kirche St. Corpus Christi, gotisch (15. Jahrhundert), römisch-katholische Gottesdienste
âą Christophorikirche, gotisch (15. Jahrhundert), evangelisch, deutschsprachige Gottesdienste
âą Ring mit vielen wertvollen BĂŒrgerhĂ€usern (ebenso in den anliegenden Gassen)
⹠Kirche St. Dorothea, Wenzel und Stanislaus (Dorotheenkirche), gotisch (nach 1381), römisch-katholisch
⹠Fechterbrunnen vor der UniversitÀt, 1904 von Bildhauer Hugo Lederer
âą ehemaliges GeschĂ€ftshaus an der JunkernstraĂe, 1911 nach Entwurf von Hans Poelzig (bis 1990 NBP, bis 2005 Westbank â Bank Zachodni WBK, danach ungenutzt)
âą ehemalige Hofkirche, klassizistisch (1747â1750), evangelisch
⹠Liebichshöhe, erbaut 1867, neu eröffnet nach Renovierung im Juni 2024cite-ref-71[71]
âą Jesuitenkirche, barock (1689â1698), römisch-katholisch
âą Ossolineum, ehemaliges Matthias-Gymnasium (Matthiasstift)
âą ehemaliges Kaufhaus Rudolf Petersdorff an der SchuhbrĂŒcke (polnisch ul. Szewska), 1927â1928 nach Entwurf von Erich Mendelsohn, nach 1945 Kameleon
âą ehemaliges Königsschloss, Rokoko (18. Jahrhundert), Palais Friedrich II. erhalten, von den spĂ€teren Anbauten auf der Nord- und SĂŒdseite (um 1845 und 1865 nach PlĂ€nen von Friedrich August StĂŒler) nur ein kleiner Teil (StĂ€dtisches Museum)
âą Markthalle, 1908 erbaut als Stahlbetonkonstruktion mit historistischen Fassaden, Grundriss und Fassaden von Stadtbaurat Richard PlĂŒddemann, Konstruktion und Inneres von Stadtbauinspektor Heinrich KĂŒster
âą Minoritenkirche St. Vinzenz, gotisch (begonnen 1232), ukrainisch-unierte Kathedrale
⹠GeschÀftshaus der ehemaligen Mohrenapotheke (jetzt Lokalredaktion der Gazeta Wyborcza), 1928 umgestaltet und aufgestockt von Adolf Rading
âą ehemaliges Altes RegierungsgebĂ€ude, 1884â1886 im Stil der Neorenaissance, heutiges Nationalmuseum (polnisch Muzeum Narodowe we WrocĆawiu; fĂŒr schlesische Kunst des 16.â19. Jahrhunderts)
⹠Neues RegierungsgebÀude, nach 1933 im typischen Stil des Nationalsozialismus, heute Sitz des niederschlesischen Woiwodschaftsamtes
âą Panorama von RacĆawice, nach 1960 von Marek DziekoĆski (darin monumentales RundgemĂ€lde von 1893/1894, aus Lemberg hierher ĂŒberfĂŒhrt)
âą Plac Solny, Salzmarkt
âą Neues Rathaus, 1860â1864 als Erweiterungsbau des alten Rathauses
âą Kathedrale der Geburt der seligen Jungfrau Maria, gotisch (14.â15. Jahrhundert), orthodoxe Kathedrale
⹠Kirche St. Matthias, gotisch (14. Jahrhundert), römisch-katholisch
âą Magdalenenkirche, gotisch (14.â15. Jahrhundert), altkatholisch
⹠ehemalige evangelische Elisabethkirche, gotisch (um 1330 begonnen), ab Enteignung 1946 römisch-katholische Garnisonkirche, nach Brand von 1976 wiederaufgebaut, seit 2004 tituliert als Basilika
âą Stadttheater an der Schweidnitzer StraĂe, 1841 von Carl Ferdinand Langhans im Stil des Klassizismus, 1865 sowie 1871 abgebrannt und jeweils wiederaufgebaut
⹠UniversitÀt mit Aula Leopoldina und Oratorium Marianum, barock (vom Anfang des 18. Jahrhunderts)
âą ehemaliges Corpshaus des Corps Borussia zu Breslau, ul. Nowa 6, 1897 nach Entwurf von Karl Klimm im Stil des Historismus, 1910 aufgestocktcite-ref-72[72] (Vereinigung polnischer Pfadfinder)
âą Wallenberg-Pachaly-Palais, 1785â1787
âą Concordia Design, erbaut 2020 und mit dem âBuilding of the Year Award 2021â ausgezeichnetcite-ref-73[73]
Ohlauer und Schweidnitzer Vorstadt (PrzedmieĆcie OĆawskie i Ćwidnickie)
âą Ehemaliges Kaufhaus Wertheim (nach dem Zweiten Weltkrieg PDT, jetzt Renoma) â Warenhaus, von Hermann Dernburg, 1929 errichtet am Tauentzienplatz, jetzt Tadeusz-KoĆciuszko-Platz.
âą ehemalige Strafanstalt am Schweidnitzer Stadtgraben (poln. Podwale), Romantik, Schinkelschule, TĂŒrme von König Friedrich Wilhelm IV. entworfen
âą Patriziervillen am Ohlauer Stadtgraben (poln. Podwale)
âą Hauptbahnhof an der GartenstraĂe (um 1850, Romantik, Wilhelm Grapow, Schinkelschule)
âą Freiburger Bahnhof am Berliner Platz (poln. Plac OrlÄ
t Lwowskich)
âą Hallenschwimmbad Breslau (1895â1897)
SĂŒdliche AuĂenviertel (Krzyki)
âą Kleinburger Kaserne im Stadtteil Borek (Richtung Autobahn), neugot., nach 1850, nur teilweise erhalten. Ehemaliger Sitz des berĂŒhmten preuĂischen 1. Schlesischen LeibkĂŒrassierregiments âGroĂer KurfĂŒrstâ, wo im Offizierskorps nur schlesischer Adel diente. Dort wurde 1892 der Flieger Manfred Freiherr von Richthofen geboren (gefallen 1918) und dort erhielt auch der spĂ€tere (erfolglose) Hitler-AttentĂ€ter von 1943, Rudolph-Christoph Freiherr von Gersdorff, seine Offiziersausbildung bei der Reichswehr.
âą Wasserturm Breslau an der WiĆniowa-, ehemals Kirschallee, in den von Jugendstil und Neugotik geprĂ€gten Formen, 1897
âą Alter JĂŒdischer Friedhof (Richtung Autobahn), 19.â20. Jahrhundert, einer der beiden erhaltenen jĂŒdischen Friedhöfe in Breslau. Der Friedhof bietet einen Einblick in die Geschichte der Juden in Breslau. Begraben ist hier u. a. Ferdinand Lassalle (1825â1864), Sozialist und Gegenspieler von Karl Marx in der Ersten Sozialistischen Internationale.
âą Sky Tower, 2007â2012, mit 212 m das zweithöchste GebĂ€ude des Landes
Richtung Osten (ĆrĂłdmieĆcie / Psie Pole)
âą ehemalige KaiserbrĂŒcke (poln. most Grunwaldzki), HĂ€ngebrĂŒcke, erbaut 1908â1910 nach Planung von Richard PlĂŒddemann, Alfred von Scholtz und Karl Klimm
âą ehemalige KaiserstraĂe (poln. plac Grunwaldzki) zwischen der KaiserbrĂŒcke und der FĂŒrstenbrĂŒcke; hier wurde 1945 auf Befehl des NSDAP-Gauleiters Karl Hanke ein ganzes Stadtviertel dem Erdboden gleichgemacht, um ein Flugfeld zu schaffen, ĂŒber das die eingeschlossene Stadt aus der Luft versorgt werden sollte. Auf dem Flugfeld landete jedoch aufgrund des völligen Zusammenbruchs der deutschen Luftwaffe nur ein einziges Flugzeug kurz vor Kriegsende, das eine neue Uniform fĂŒr Hanke mitbrachte.
âą Siedlung KaiserstraĂe (poln. Osiedle Grunwaldzkie), HochhĂ€user um 1968 von Jadwiga Grabowska-Hawrylak
⹠GebÀude der Technischen UniversitÀt Breslau
âą ehemaliges Postscheckamt Breslau (heute Post- und Telekommunikationsmuseum), erbaut 1925â1929 im Stil des Backsteinexpressionismus nach Entwurf von Lothar Neumann mit keramischen Ornamenten von Felix Kupsch
âą Jahrhunderthalle (poln. Hala Stulecia), errichtet 1913 nach Planung von Max Berg und GĂŒnther Trauer fĂŒr die Jahrhundertausstellung (zum 100-jĂ€hrigen JubilĂ€um der Befreiungskriege); zur Bauzeit gröĂter Stahlbetonbau Deutschlands; seit 2006 UNESCO-Weltkulturerbe
⹠AusstellungsgebÀude der Jahrhundertausstellung (Vier-Kuppel-Bau), errichtet 1913 nach Entwurf von Hans Poelzig
âą Scheitinger Park (poln. Park Szczytnicki) (19. Jahrhundert, Romantik)
âą WUWA-Siedlung, HĂ€user der Werkbundausstellung 1929, u. a. Turmhaus von Adolf Rading und Ledigen-Wohnheim von Hans Scharoun
âą einige Kilometer von der Innenstadt entfernt der 1865 gegrĂŒndete Breslauer Zoo
Sport
FuĂball bis 1945
â
Hauptartikel
:
Breslauer FuĂballmeisterschaft
Der erfolgreichste Breslauer Verein war der 1919 gegrĂŒndete Vereinigte Breslauer Sportfreunde. Er spielte in der obersten sĂŒdostdeutschen FuĂballliga und nahm siebenmal an der Endrunde um die deutsche Meisterschaft teil. Daneben existierten noch in Breslau die folgenden FuĂballvereine: der VfR 1897, der SC Schlesien, der VfB 1898, der Breslauer SC 08, der Breslauer SpVg 02, der SC Germania 1904, der Breslauer FV 06, der SC Hertha, der SC VorwĂ€rts, der 1. FC, der Minerva 1909, der SC PreuĂen, der Union Wacker 08, der SC Alemannia 09, der Breslauer SpVgg 05 Komet, der SV Stern, der FV Rapid, der SC Sturm 1916 Brockau, der SC Minerva-Rasenfreunde 09, der SC Hundsfeld, der SV Strassenbahn, der FC Eintracht 07, der SC Deutsch Lissa und der LSV Immelmann.cite-ref-75[75]
Am 16. Mai 1937 war das damalige Hermann-Göring-Stadion (heute Olympiastadion Breslau) Schauplatz des LĂ€nderspiels der deutschen gegen die dĂ€nische Nationalmannschaft, wobei die deutsche Mannschaft eine ihrer besten Leistungen zeigen und mit 8:0 gewinnen konnte. In der Folge erhielt sie nach dem Spielort den Namen âBreslau-Elfâ.
Weitere Sportarten bis 1945
Breslau war zweimal Austragungsort des Deutschen Turnfestes: Das fĂŒr 1878 hier geplante V. Turnfest war ausgefallen aufgrund des Attentats auf den Kaiser und wurde auf 1880 (Frankfurt am Main) verschoben. So fand erst vom 21. bis zum 25. Juli 1894 das VIII. Allgemeine Deutsche Turnfest in Breslau statt. Vom 26. bis zum 31. Juli 1938 konnte wĂ€hrend des Deutschen Turn- und Sportfestes, welches das insgesamt 16. Deutsche Turnfest war, die Jahrhunderthalle genutzt werden.
Von 1886 bis 1935 besaĂ Breslau eine Radrennbahn, auf der mehrfach deutsche Meisterschaften sowie im Jahr 1911 die Steher-Europameisterschaft stattfanden.cite-ref-76[76]
FuĂball nach 1945
Der bekannteste FuĂballverein ist ĆlÄ
sk WrocĆaw (Schlesien Breslau), der in der polnischen Ekstraklasa spielt. 1977 und 2012 wurde der Verein polnischer Meister. Weitere FuĂballvereine spielen in niedrigeren Spielklassen (ĆlÄza WrocĆaw, Piast Ć»erniki, Wratislavia WrocĆaw, Parasol WrocĆaw, OrzeĆ PawĆowice, FC WrocĆaw Academy, Polonia WrocĆaw, Sparta WrocĆaw) und weiblich KS AZS WrocĆaw.
Breslau ist eine der vier polnischen StĂ€dte, in denen die FuĂball-Europameisterschaft 2012 ausgetragen wurde. FĂŒr diesen Zweck wurde das Stadion Miejski gebaut, das im September 2011 eröffnet wurde.
Weitere Sportarten nach 1945
ĆlÄ
sk WrocĆaw hat auch eine Basketballabteilung und Handballabteilung. Sowohl im Feldhandball (8 Titel) als auch im Hallenhandball (15 Titel zwischen 1958 und 1997) ist ĆlÄ
sk amtierender polnischer Rekordmeister. DarĂŒber hinaus gibt es Volleyballmannschaften und einen Speedway-Klub, der den Namen Sparta WrocĆaw trĂ€gt und auf dem ehemaligen Olympiastadion seine Rennen austrĂ€gt.cite-ref-77[77]
1945 entstand in der Stadt mit dem Aeroklub WrocĆawski ein angesehener Verein fĂŒr Luftsport, zu dessen aktiven Mitgliedern in den Anfangsjahren der spĂ€tere polnische Kosmonaut MirosĆaw Hermaszewski zĂ€hlte.
Seit 1983 findet der Breslau-Marathon statt, der mittlerweile einer der gröĂten in Polen ist.
Im Juli 2017 war die Stadt Gastgeber der World Games 2017.
RegelmĂ€Ăige Veranstaltungen
Jedes Jahr gibt es eine Reihe von Festivals:
âą Februar: Festival der modernen klassischen polnischen Musik findet seit 1962 statt
âą FrĂŒhling:
âą Festival des guten Bieres (Mai)
âą Jazz-Festival âJazz on the Odraâ â âJazz nad OdrÄ
â (seit 1964)
âą Port WrocĆaw Literature Festival (seit 2004, zuvor ab 1996 in Legnica)
⹠KAN Festival des alternativen und unabhÀngigen Kinos (seit 1999)
âą International Media Art Biennale WRO
âą 1. Mai: World Guitar Record
âą Sommer: Festival fĂŒr Orgel und Kammermusik
âą Juni/Juli:
âą Nowe Horyzonty â Filmfestival
âą WrocĆawNonStop â Festival mit alternativer Musik, Kunst und Theater
âą Buskerbus â internationales StraĂentheater-Festival
âą The Event: Autos der Zukunft in WrocĆaw â Autofestival am Stadion Miejskicite-ref-78[78]
âą August: Gitarren-Festival
âą September: Das weltweit bekannte Wratislavia Cantans â Festspiel (seit 1966)
âą Oktober: Dialog Festival â internationales Theaterfestival
âą November:
âą WrocĆawskie Spotkania TeatrĂłw Jednego Aktora (kurz: WROSTJA) â Theaterfestspiel der Monodramen (AuffĂŒhrungen jeweils nur eines Schauspielers)
âą WrocĆaw Industrial Festival
âą Unterschiedliche Zeitpunkte: OFFensiva â Internationales Film Festival
Nachtleben
Mit 141.000 Studenten der verschiedenen staatlichen und privaten Hochschulen ist Breslau nachts eine lebendige Stadt. Die meisten Kneipen und Clubs befinden sich in der Gegend um den alten Marktplatz im Zentrum der Stadt, dessen Mittelpunkt das Rathaus darstellt, auch Ring genannt (Rynek, polnisch fĂŒr Marktplatz). Gut besucht sind zum Beispiel der Daytona Music Club und das Studio 54. FĂŒnf Minuten vom Marktplatz in der PasaĆŒ Niepolda (âNiepold-Passageâ) gibt es etwa ein Dutzend Kneipen und Pubs, unter anderem die Studentenbar Niebo (âHimmelâ), den Celtic Pub, den Techno-Club Metropolis sowie die Clubs Droga do Mekki (âWeg nach Mekkaâ) und BezsennoĆÄ (âSchlaflosigkeitâ). In der Ulica ĆwiÄtego Mikolaja (NikolaistraĂe) gibt es das Cafe Maniana, in der Ulica Kazimierza Wielkiego die Chill-Out Bar. Zu den alternativen Bars gehören das Ćykend (âweekendâ, ul. Podwale), das Havana (Ul. Kolejowa) und der Club PRL (am Marktplatz). Das Rura (âRöhreâ) ist ein Jazz-Club an der Ul. Ćazienna nahe dem Marktplatz mit Live-Konzerten. ErwĂ€hnenswert ist auch der Club WZ, wo neben dem normalen Diskobetrieb hĂ€ufig Veranstaltungen mit bekannten KĂŒnstlern stattfinden.
Wirtschaft und Infrastruktur
Ăberblick
Anfang des 20. Jahrhunderts wurde in Breslau das ElektrizitĂ€tswerk Schlesien gegrĂŒndet.cite-ref-79[79]
Breslau hat sich seit den 1990er Jahren als ĂŒberregionales Wirtschaftszentrum im DreilĂ€ndereck Polen, Deutschland und Tschechien etabliert. Die Stadt wirbt aktiv um in- und auslĂ€ndische Investoren als Innovationszentrum Polens, zum Beispiel mit der Futurallia-Messe, einer Konferenz fĂŒr internationale Wirtschaftsentwicklung.cite-ref-80[80]
In einer Rangliste der StÀdte nach ihrer LebensqualitÀt belegte Breslau im Jahre 2018 den 100. Platz unter 231 untersuchten StÀdten weltweit. Die Hauptstadt Warschau belegte Rang 82.cite-ref-81[81]
Verkehr
StraĂenverkehr
Breslau ist ĂŒber die Autobahn A4 im Osten mit dem oberschlesischen Industriegebiet, Krakau und ĂŒberregional mit der Ukraine verbunden und im Westen mit Dresden. Die Autobahn Richtung Dresden mit GrenzĂŒbergang Ludwigsdorf â JÄdrzychowice. Ăber die Autobahn A18 ist Berlin zu erreichen ĂŒber die Grenze Olszyna (Woiwodschaft Lebus) â Forst.
ZusĂ€tzlich verfĂŒgt die Stadt seit dem August 2011 ĂŒber die Autobahnumfahrung (Autostradowa Obwodnica WrocĆawia), die den Fernverkehr auĂerhalb des Stadtzentrums halten und somit fĂŒr weniger Staus im Stadtzentrum sorgen soll.cite-ref-82[82] SĂŒdwestlich der Stadt wurde der Autobahnknoten WrocĆaw-PoĆudnie fertiggestellt, der einen der gröĂten Autobahnknoten Polens darstellt und eine Verbindung zwischen Autobahn A4, der Autobahn A8 und der SchnellstraĂe S8 ermöglicht. Die wichtigsten innerstĂ€dtischen VerkehrsstraĂen sind der Innenstadtring (Obwodnica ĆrĂłdmiejska WrocĆawia) und die Ost-West-StraĂe. Im Bau befindet sich die östliche RingstraĂe (Wschodnia Obwodnica WrocĆawia) (Stand 2013).
Schienenverkehr
Die Stadt ist mit der Bahn ĂŒber ihren Hauptbahnhof (WrocĆaw GĆĂłwny) ohne Umsteigen mit Warschau (per InterCity ĂŒber Posen, Alternativverbindung ĂŒber Oppeln und Tschenstochau), Stettin, Berlin, Kiew, Prag, Budapest, Bratislava und Wien verbunden. Im Dezember 2025 kam zudem eine direkte Verbindung nach Leipzig hinzu.cite-ref-83[83]cite-ref-84[84]
Bahnhöfe in Breslau
| Bahnhof | Anfang | Foto |
|---|---|---|
| WrocĆaw BrochĂłw | 1896 | |
| WrocĆaw GÄ
dĂłw | 1844 | |
| WrocĆaw GĆĂłwny | 1856 | |
| WrocĆaw Grabiszyn | 2014 | |
| WrocĆaw Klecina | 1884 | |
| WrocĆaw Kowale | 1922 | |
| WrocĆaw KuĆșniki | 1874 | |
| WrocĆaw LeĆnica | 1844 | |
| WrocĆaw MikoĆajĂłw | 1856 | |
| WrocĆaw MuchobĂłr | 1874 | |
| WrocĆaw Nadodrze | 1868 | |
| WrocĆaw Nowy DwĂłr | 1844 | |
| WrocĆaw Osobowice | 1856 | |
| WrocĆaw Partynice | 1884 | |
| WrocĆaw PawĆowice | 1886 | |
| Bahnhof | Anfang | Foto |
|---|---|---|
| WrocĆaw Popowice | 1856 | |
| WrocĆaw Pracze | 1874 | |
| WrocĆaw Psie Pole | 1868 | |
| WrocĆaw RĂłĆŒanka | 2015 | |
| WrocĆaw SoĆtysowice | 1868 | |
| WrocĆaw Stadion | 2011 | |
| WrocĆaw Strachocin | | |
| WrocĆaw Swojczyce | 1922 | |
| WrocĆaw Ćwiebodzki | 1842 | |
| WrocĆaw Ćwiniary | 1856 | |
| WrocĆaw WojnĂłw | 1922 | |
| WrocĆaw Wojszyce | 1884 | |
| WrocĆaw Zachodni | 1843 | |
| WrocĆaw ZakrzĂłw | 1886 | |
| WrocĆaw Ć»erniki | 1844 | |
Flugverkehr
Seit dem EU-Beitritt Polens fliegen immer mehr internationale Fluggesellschaften den Breslauer Kopernikus-Flughafen an, unter anderem die Billigfluggesellschaften Ryanair und Wizz Air sowie seit dem 31. MĂ€rz 2008 die Deutsche Lufthansa. Nationale Fluggesellschaften wie Polskie Linie Lotnicze LOT und die Regionalflieger der eurolot nutzen den Flughafen.
Ăffentlicher Nahverkehr
In Breslau verkehren StraĂenbahnen (Tram) sowie Busse. Die erste Pferdebahn verkehrte 1877, die Elektrifizierung erfolgte 1893. Seit 1945 heiĂt der StĂ€dtische Verkehrsbetrieb Miejskie PrzedsiÄbiorstwo Komunikacyjne, kurz MPK. Er betreibt 24 Tramlinien (alle Tageslinien) sowie insgesamt 72 Buslinien. Davon sind 51 Tageslinien und 13 Nachtlinien. Die ĂŒbrigen Linien sind nicht immer in Betrieb.cite-ref-85[85] In Breslau verkehren grundsĂ€tzlich die polnischen Trams der Typen 105na von Konstal, auch modernisierte Versionen des 105na, die als 105NWr bezeichnet werden, sowie als 204WrAs und 205WrAs bezeichnete StraĂenbahntypen der Breslauer StraĂenbahnfabrik âProtramâ. Die neueste Tram Breslaus ist die Ć koda 16T und 19T.cite-ref-86[86] Bei den Bussen sind die Marken Solaris, Ikarus, Jelcz, Volvo und Mercedes-Benz anzutreffen. Ab 1913 verkehrte auĂerdem kurzzeitig der erste Oberleitungsbus auf dem Gebiet des heutigen Polens in Breslau, die sogenannte Gleislose Lloyd-Bahn Brockau.
AnsÀssige Unternehmen
In den Jahren um die Jahrtausendwende und danach haben sich zahlreiche auslĂ€ndische Investoren in Breslau niedergelassen. Nahe der Autostrada 4 haben Unternehmen wie Cadbury Schweppes, IKEA, Auchan, Carrefour, Tesco, Toshiba, Makro Cash & Carry, Castorama und Cargill Niederlassungen eröffnet. Die Firma Bosch beschĂ€ftigt ungefĂ€hr 700 Mitarbeiter in MirkĂłw nordöstlich am Rande der Stadt, und Toyota hat in der Nachbargemeinde Jelcz-Laskowice eine Motorenfabrik errichtet. Google, Siemens und SAP Polska haben Niederlassungen in Breslau. 2006 eröffnete die GE Money Bank Deutschland, Ăsterreich und Schweiz ein gemeinsames deutschsprachiges Service-Center mit ĂŒber 100 Angestellten fĂŒr die jeweiligen LĂ€nder. Die Credit Suisse hat ein Service-Center in WrocĆaw. Das koreanische Elektronikunternehmen LG Electronics hat bis 2007 rund 400 Millionen ZĆoty in eine Fabrik zur Produktion von Fernsehern und KĂŒhlschrĂ€nken investiert.
Andere auslÀndische Investoren wie Volvo, 3M, Whirlpool oder Bombardier sind Partnerschaften mit lokalen Unternehmen eingegangen. Die Stadt wird zunehmend zu einem Hochtechnologiezentrum. Zahlreiche IT-, Biotechnologie- und Pharmaunternehmen haben sich in dem von der Stadt errichteten Technologiepark, Industriepark und EIT+ angesiedelt.
Bildung
In Breslau befinden sich elf Hochschulen:
âą Die UniversitĂ€t Breslau (polnisch: Uniwersytet WrocĆawski; lateinisch Universitas Wratislaviensis) ist mit 43.000 Studenten die gröĂte UniversitĂ€t der Stadt. Sie ist aus der einstigen Schlesischen Friedrich-Wilhelms-UniversitĂ€t zu Breslau hervorgegangen. Sie wurde 1702 unter österreichischer Herrschaft als theologisch-philosophische Hochschule von den Jesuiten gegrĂŒndet, 1811 erneuert und erweitert unter der Regierung Friedrich Wilhelm III. von PreuĂen, der die Brandenburgische UniversitĂ€t Frankfurt nach dem Frieden von Tilsit nach Breslau verlegte. Sie steht an der Stelle der alten Königlichen Burg von Breslau, die von Kaiser Leopold I. dem Orden geschenkt und abgerissen wurde.
Die UniversitĂ€t (âBreslauer Leopoldinaâ) gilt als eines der schönsten BaudenkmĂ€ler des österreichischen Barock. Im HauptgebĂ€ude befindet sich die Aula Leopoldina (erbaut 1728â1732). Dies ist Polens gröĂter Barocksaal, einer der gröĂten Europas. Das spĂ€tere preuĂische Königsschloss im Rokoko- und klassizistischen Stil entstand im 18./19. Jahrhundert und ist nur noch teilweise erhalten. Dort erlieĂ Friedrich Wilhelm III. am 17. MĂ€rz 1813 den Aufruf An Mein Volk und stiftete das Eiserne Kreuz.
âą Technische UniversitĂ€t Breslau (Politechnika WrocĆawska) (35.000 Studenten). Die UniversitĂ€t bietet in Kooperation mit der Technischen Hochschule Liberec und der Hochschule Zittau/Görlitz gemeinsame StudiengĂ€nge im Rahmen der Neisse University an.
âą WirtschaftsuniversitĂ€t Breslau (bis 2008 Akademia Ekonomiczna im. O. Langego, âWirtschaftshochschule Oskar Langeâ) (18.000 Studenten). Zusammen mit der TU Liberec, der TU Gliwice, der Technischen UniversitĂ€t Bergakademie Freiberg und der Hochschule Zittau/Görlitz wird seit 1993 das Internationale Hochschulinstitut Zittau geleitet.
âą Gen. Tadeusz KoĆciuszko Offizierhochschule des Heeres (OHSdH)
âą Naturwissenschaftliche UniversitĂ€t Breslau, ehem. Hochschule fĂŒr Landwirtschaft (Uniwersytet Przyrodniczy, ehem. Akademia Rolnicza we WrocĆawiu) (13.000 Studenten)
âą Medizinische UniversitĂ€t Breslau (Uniwersytet Medyczny im. PiastĂłw ĆlÄ
skich)
âą Staatliche Akademie fĂŒr Kunst und Kunstgewerbe Breslau (geschlossen 1932)
âą Sporthochschule
âą PĂ€pstliche Theologische FakultĂ€t (Papieski WydziaĆ Teologiczny)
âą Evangelikale Theologische Hochschule (Ewangelikalna WyĆŒsza SzkoĆa Teologiczna)
âą Campus Breslau der SWPS University of Social Sciences and Humanities (SWPS Uniwersytet HumanistycznospoĆeczny)
AuĂerdem gibt es etwa 15 andere weiterfĂŒhrende Schulen und sehr viele Sprachschulen. Zum Ende des Jahres 2006 gab es insgesamt 141.388 eingeschriebene Studenten an den Hochschulen.
Persönlichkeiten
â
Hauptartikel
:
Liste Breslauer Persönlichkeiten
Siehe auch
Literatur
âą Bibliographie zur Geschichte Breslaus, Literaturdatenbank des Herder-Instituts fĂŒr historische Ostmitteleuropaforschung
âą Dehio-Handbuch der KunstdenkmĂ€ler in Polen: Schlesien. Ernst BadstĂŒbner u. a. (Hrsg.), SĆawomir Brzezicki u. a. (Bearb.), Deutscher Kunstverlag 2005, ISBN 3-422-03109-X.
âą Norman Davies, Roger Moorhouse: Die Blume Europas. Breslau â WrocĆaw â Vratislavia. Die Geschichte einer mitteleuropĂ€ischen Stadt. Droemer Knaur, MĂŒnchen 2002, ISBN 3-426-27259-8. S. 1032â1145, Vororte bis S. 1153.
âą Kurt Engelbert, Josef Engelbert: Die katholischen Kirchen Breslaus. 3., erw. und erg. Auflage. Lax, Hildesheim 1966, OCLC 1068432285 (40 BlĂ€tter, ĂŒberwiegend Illustrationen).
âą Horst G. W. Gleiss (Hrsg.): Breslauer Apokalypse 1945. Dokumentarchronik vom Todeskampf und Untergang einer deutschen Stadt und Festung am Ende des Zweiten Weltkrieges unter besonderer BerĂŒcksichtigung der internationalen Presseforschung, persönlicher Erlebnisberichte von Augenzeugen und eigenen Tagebuchaufzeichnungen. Zehn BĂ€nde. Natura et Patria Verlag, Rosenheim/Obb 1986â1997, DNB 551203765 (12.183 Seiten).
âą Marek Graszewicz (Hrsg.): WrocĆaw liryczny â Lyrisches Breslau. Wirydarz, WrocĆaw 1997, ISBN 83-7155-005-7.
âą Peter Haslinger u. a. (Hrsg.): WrocĆaw/Breslau (= Historisch-topographischer Atlas schlesischer StĂ€dte. Band 5). Herder-Institut, Marburg/WrocĆaw 2016, ISBN 978-3-87969-409-9 (herder-institut.de).
âą Ernst Hornig: Breslau 1945. Erlebnisse in der eingeschlossenen Stadt. Bergstadtverlag Korn, Freiburg 2010, ISBN 978-3-87057-063-7.
âą Vasco Kretschmann: Breslau museal. Deutsche und polnische Geschichtsausstellungen 1900â2010. Böhlau-Verlag, Wien/Köln 2018, ISBN 978-3-412-50938-5
âą Piotr KuroczyĆski: Die Medialisierung der Stadt. Analoge und digitale StadtfĂŒhrer zur Stadt Breslau nach 1945. transcript Verlag, Bielefeld 2011, ISBN 978-3-8376-1805-1.
âą Maciej Ćagiewski: Breslauer Juden 1850â1944. Ein vergessenes Kapitel der Geschichte. Muzeum Miejskie WrocĆawia, WrocĆaw 2011, ISBN 978-83-89551-70-2.
âą Mathias Marx, Roswitha Schieb, Karol Maliszewski: Breslau â WrocĆaw. Augenblicke einer Stadt. Miasto uchwycone w czasie (= Potsdamer Bibliothek östliches Europa â Kunst). Zweisprachiger Katalog zur gleichnamigen Ausstellung. Deutsches Kulturforum östliches Europa, Potsdam 2003, ISBN 3-936168-03-2.
âą Eduard MĂŒhle: Breslau. Geschichte einer europĂ€ischen Metropole. Böhlau, Köln u. a. 2015, ISBN 978-3-412-50137-2, urn:nbn:de:101:1-2017072710322.
âą Dagmar Nick: JĂŒdisches Wirken in Breslau. Eingeholte Erinnerung: Der alte Asch und die Bauers. Bergstadtverlag Korn, WĂŒrzburg 1998, ISBN 3-87057-219-1.
âą Till van Rahden: Juden und andere Breslauer: Die Beziehungen zwischen Juden, Protestanten und Katholiken in einer deutschen GroĂstadt von 1860 bis 1925 (= Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft. Band 139). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2000, ISBN 3-525-35732-X.
âą Gerhard Scheuermann: Das Breslau-Lexikon. 2 BĂ€nde. Laumann, DĂŒlmen 1994, DNB 945381190, hier Band I: AâL. ISBN 3-87466-157-1.
âą Gregor Thum: Die fremde â Stadt Breslau 1945. Siedler, Berlin 2003, ISBN 3-88680-795-9 (Zugl.: Frankfurt (Oder), Univ., Diss., 2002).
⹠Hugo Weczerka (Hrsg.): Handbuch der historischen StÀtten. Band: Schlesien (= Kröners Taschenausgabe. Band 316). 2., verbesserte und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 2003, ISBN 3-520-31602-1.
Schrifttum bis 1945 (in umgekehrter Reihenfolge des Erscheinens)
âą Breslau, Stadtkreis, an der Oder, Hauptstadt der preuĂischen Provinz Schlesien und des Regierungsbezirks Breslau. In: Meyers Orts- und Verkehrslexikon. 5., vollst. neubearb. und verm. Auflage [von Neumanns Ortslexikon des Deutschen Reichs]. Band 1: AâK. Hrsg. von E[rich] Uetrecht. Bibliographisches Institut, Leipzig / Wien 1912, S. 238, mit einer historischen Landkarte der Umgebung von Breslau (Scan in der Google-Buchsuche, mit StraĂenverzeichnis; meyersgaz.org).
âą Joseph Partsch: Schlesien â Eine Landeskunde fĂŒr das deutsche Volk auf wissenschaftlicher Grundlage. Teil II: Landschaften und Siedelungen. Hirt, Breslau 1911, S. 376â426 (Scan in der Google-Buchsuche).
âą Breslau. [2]. In: Meyers GroĂes Konversations-Lexikon. 6. Auflage. Band 3: Bismarck-ArchipelâChemnitz. Bibliographisches Institut, Leipzig / Wien 1905, S. 394â399 (Digitalisat. zeno.org).
âą Gustav Neumann: Geographie des PreuĂischen Staats (= Das deutsche Reich in geographischer, statistischer und topographischer Beziehung. Band 2). 2. Auflage. Band 2. Berlin 1874, S. 196â199, Ziffer 12 (Scan in der Google-Buchsuche).
âą Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, StĂ€dte und andern Orte der Königl. Preusz. Provinz Schlesien. 2., verm. und verb. Auflage. GraĂ, Barth und Co., Breslau 1845, OCLC 311258376, S. 788â806 (Scan in der Google-Buchsuche).
âą Friedrich Albert Zimmermann: Beschreibung der Stadt Breslau im Herzogthum Schlesien, gedruckt bey Johann Ernst Tramp, Brieg 1794 (Scan in der Google-Buchsuche).
Weblinks
âą Website der Stadt Breslau (deutsch)
âą Stadtkreis Breslau. Territorial.de (private Website).
âą WrocĆaw 2016. (Memento vom 9. September 2018 im Internet Archive) Angaben zu Breslau als Kulturhauptstadt (polnisch, deutsch, englisch)
âą Deutschsprachige Publikationen ĂŒber Breslau. Herder-Institut (Marburg), Bibliotheks- und Bibliographieportal.
âą Michael Rademacher: Stadt und Landkreis Breslau (polnisch Wroclaw). Online-Material zur Dissertation, OsnabrĂŒck 2006. In: eirenicon.com. Abgerufen am 1. Januar 1900
Einzelnachweise
cite-note-area-and-population-in-the-territorial-profile-in-2024-11. Area and population in the territorial profile in 2024. Abgerufen am 7. September 2025.
cite-note-22. Website der Stadt, WĆadze WrocĆawia, abgerufen am 27. Juli 2022.
cite-note-33. â Gedicht A Gebirgsmadla ei Brassel. In: Karl Heinrich Tschampel: Gedichte in Schlesischer Gebirgsmundart nebst einem Anhange, enthaltend einige Gedichte in gewöhnlicher Schriftsprache. Verlag Ludwig Heege, Schweidnitz 1843, S. 77 (Scan in der Google-Buchsuche).
cite-note-44. â Leszek Mordarski: WrocĆaw wyprzedziĆ ĆĂłdĆș i jest trzecim najwiÄkszym miastem Polski. In: Radio WrocĆaw. 20. September 2022, abgerufen am 29. April 2025 (polnisch). Polen: GröĂere StĂ€dte. In: citypopulation.de, Thomas Brinkhoff, 18. Juni 2024, abgerufen am 29. April 2025 (SchĂ€tzung, 31. Dezember 2023).
cite-note-kl-ppel-4-55. â Klaus Klöppel: Breslau â Niederschlesien und seine tausendjĂ€hrige Hauptstadt. 4., aktualisierte und erweiterte Auflage. Hrsg. von Bernd Schwenkros und Detlev von Oppeln. Trescher, Berlin 2014, ISBN 978-3-89794-256-1, S. 19.
cite-note-meyersgaz-66. â Breslau, Schlesien. In: Meyers Gazetteer (mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie alter Landkarte der Umgebung von Breslau und einem neuzeitlichen Stadt-Orientierungsplan in polnischer Beschriftung).
cite-note-73. Statistical Yearbook of WrocĆaw City. Abgerufen am 23. September 2025.
cite-note-84. ĐąĐ”ĐŒĐżĐ”ŃаŃŃŃа ĐČĐŸĐ·ĐŽŃŃ
а. (Memento vom 23. Dezember 2018 im Internet Archive) pogodaiklimat.ru; abgerufen am 29. Juni 2018.
cite-note-99. â Michael Sachs: âFĂŒrstbischof und Vagabundâ. Geschichte einer Freundschaft zwischen dem FĂŒrstbischof von Breslau Heinrich Förster (1799â1881) und dem Schriftsteller und Schauspieler Karl von Holtei (1798â1880). Nach dem Originalmanuskript Holteis textkritisch herausgegeben. In: Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift fĂŒr Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung, 2016 (2018), Band 35, S. 223â291, hier: S. 240. ISSN 2511-7122
cite-note-1010. â Klaus Klöppel: Breslau â Niederschlesien und seine tausendjĂ€hrige Hauptstadt. 3., aktualisierte und erweiterte Auflage. Trescher, Berlin 2010, ISBN 978-3-89794-158-8, S. 23.
cite-note-1111. â Heinrich Gottfried Gengler: Regesten und Urkunden zur Verfassungs- und Rechtsgeschichte der deutschen StĂ€dte im Mittelalter. Erlangen 1863, S. 351â388 (Scan in der Google-Buchsuche).
cite-note-pusch-s267f-1212. â Oskar Pusch: Die Breslauer Rats- und Stadtgeschlechter in der Zeit von 1241 bis 1741 (= Veröffentlichung der Forschungsstelle Ostmitteleuropa an der UniversitĂ€t Dortmund. Reihe B. Band 38). Band 3. Dortmund 1988, ISBN 3-923293-25-9, S. 267â268.
cite-note-1313. â C. GrĂŒnhagen: BeitrĂ€ge zur Ă€ltesten Topographie Breslauâs. In: Abhandlungen der Schlesischen Gesellschaft fĂŒr vaterlĂ€ndische Cultur. Philosophisch-historische Abtheilung. 1866. Josef Max und Komp., Breslau 1866, Kap. 3: Das Dorf der Falkner in Breslau. S. 81 ff. (Scan in der Google-Buchsuche).
cite-note-1414. â Heinrich Wendt: Colmar GrĂŒnhagen. In: Friedrich Andreae u. a. (Hrsg.): Schlesische Lebensbilder. Band 3. W. G. Korn [u. a.], Breslau [u. a.] 1928, S. 362â371 (mit PortrĂ€t).
cite-note-1515. â Colmar GrĂŒnhagen: Breslau unter den Piasten als deutsches Gemeinwesen. Josef Max & Komp., Breslau 1861, S. 21 (Scan in der Google-Buchsuche).
cite-note-1616. â Colmar GrĂŒnhagen: Breslau unter den Piasten als deutsches Gemeinwesen. Josef Max & Komp., Breslau 1861, S. 27 (Scan in der Google-Buchsuche).
cite-note-1717. â Breslauer Stadtbuch. S. 2.
cite-note-1818. â AR: Erster Arbeitskampf in Deutschland. Breslau vor 680 Jahren. In: dkp-online.de. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 12. November 2013; abgerufen am 2. Juli 2019 (aus Unsere Zeit. 6. November 2009).
cite-note-1919. â Eberhard GĂŒnter Schulz: Geburtstagsrede fĂŒr Hans-Joachim Kempe zum 60. Geburtstag. In: Fachprosaforschung â GrenzĂŒberschreitungen. Band 8/9, 2012/2013 (2014), S. 553â557, hier: S. 554. ISSN 1863-6780
cite-note-hap1-2020. â H. A. Pierer (Hrsg.): Supplemente zum Universal-Lexikon oder EncyclopĂ€dischem Wörterbuch der Wissenschaften, KĂŒnste und Gewerbe. Band 1. Altenburg 1841, S. 701â704 (Scan in der Google-Buchsuche).
cite-note-2121. â Willy Cohn: Capistrano, ein Breslauer Judenfeind in der Mönchskutte. In: Menorah. JĂŒdisches Familienblatt fĂŒr Wissenschaft, Kunst und Literatur, 1926, Jg. 4, Nr. 5 (Mai), S. 262â265, hier S. 264 (uni-frankfurt.de [mit Link zum PDF; 952 kB]).
cite-note-2222. â Eberhard GĂŒnter Schulz: Geburtstagsrede fĂŒr Hans-Joachim Kempe zum 60. Geburtstag. S. 554 f.
cite-note-2323. â Klaus Garber (Hrsg.): Kulturgeschichte Schlesiens in der FrĂŒhen Neuzeit (= FrĂŒhe Neuzeit. Band 111). Band 1. Max Niemeyer Verlag, TĂŒbingen 2005, ISBN 3-484-36611-7, S. 829.
cite-note-2424. â Christopher Duffy: Friedrich der GroĂe. Ein Soldatenleben. Benziger, ZĂŒrich, Köln 1986, ISBN 3-545-34053-8, S. 46 f.; zum Joyeuse EntrĂ©e siehe Joyeuse EntrĂ©e.
cite-note-2525. â Johann Ernst Stieff: Historische und Physische Betrachtungen ĂŒber die Wirkungen des in einen Pulverthurm zu BreĂlau, am 21 Tage des Brachmonats im Jahr 1749 eingedrungenen Blitz-Strahles. Breslau 1749, urn:nbn:de:bsz:14-db-id4285890227 (Digitalisat der SĂ€chsischen Landesbibliothek â Staats- und UniversitĂ€tsbibliothek Dresden, SLUB).
cite-note-2626. â Leonard Dorn: Regimentskultur und Netzwerk. Dietrich Goswin von Bockum-Dolffs und das KĂŒrassier-Regiment No. 1 in Breslau 1788â1805 (= Vereinigte WestfĂ€lische Adelsarchive e. V., Veröffentlichung. Nr. 20). LWL-Archivamt fĂŒr Westfalen, MĂŒnster 2016, ISBN 978-3-9817202-1-1, S. 57â63.
cite-note-2727. â Gerhard Scheuermann: Das Breslau-Lexikon. Band I: AâL. DĂŒlmen 1994, ISBN 3-87466-157-1, S. 709.
cite-note-2828. â Statistisches Jahrbuch deutscher StĂ€dte. Jg. 15 (1908), S. 12â13 und S. 45â46.
cite-note-2929. â Königin-Luise-GedĂ€chtnis-Kirche. Offener StraĂe. (Memento vom 25. Januar 2015 im Internet Archive) breslau-wroclaw.de (private Website mit Information zur K.-L.-GedĂ€chtniskirche; abgerufen am 24. August 2010); Memento abgerufen am 6. Juni 2016.
cite-note-3030. â Roland B. MĂŒller: Lassalles VermĂ€chtnis. Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold in Breslau und Mittelschlesien 1924 bis 1933 (= Schriftenreihe zur Geschichte des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold. Band 7.1). 1. Auflage. Metropol-Verlag, Berlin 2025, ISBN 978-3-86331-765-2, S. 24.
cite-note-3131. â Nationalsozialismus und Widerstand in Breslau. Eine lokalhistorische Spurensuche. Ausstellung des Edith-Stein-Hauses Breslau, 9. Juniâ22. Juli 2007. In: schlesisches-museum.de. 2007, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 22. MĂ€rz 2016; abgerufen am 1. Juni 2023.
cite-note-3232. â Die Nacht als die Synagogen brannten. Texte und Materialien zum 9. November 1938 als Bausteine ausgearbeitet. Landeszentrale fĂŒr politische Bildung Baden-WĂŒrttemberg. 1998, abgerufen am 28. Dezember 2014.
cite-note-3333. â Willy Cohn: Kein Recht, nirgends. Tagebuch vom Untergang des Breslauer Judentums 1933â1941 (= Neue Forschungen zur schlesischen Geschichte. Band 13). Hrsg. von Norbert Conrads. Böhlau Verlag, Köln/Weimar/Wien 2006, ISBN 3-412-32905-3.
cite-note-3434. â Vgl. hierzu: Willy Cohn: Kein Recht, nirgends. Tagebuch vom Untergang des Breslauer Judentums 1933â1941 (= Neue Forschungen zur schlesischen Geschichte. Band 13). Hrsg. von Norbert Conrads. Böhlau Verlag, Köln/Weimar/Wien 2006, ISBN 3-412-32905-3. Siehe ferner: Wolfram Wette: Karl JĂ€ger. Mörder der litauischen Juden. Mit einem Vorwort von Ralph Giordano. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 2011, ISBN 978-3-596-19064-5, S. 124 ff. (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-3535. â Statistische Berichte, Arb.-Nr. VIII/19/1, Die Zivilbevölkerung des Deutschen Reiches 1940â1945. Ergebnisse der Verbrauchergruppen-Statistik. Wiesbaden 1953. (PDF) Statistisches Bundesamt, S. 26 (Dok.-S. 24).
cite-note-3636. â Breslauer Chronik. (Memento vom 19. Dezember 2013 im Internet Archive) breslau-wroclaw.de; abgerufen am 6. Juni 2016.
cite-note-3737. â Hugo Weczerka (Hrsg.): Handbuch der historischen StĂ€tten. Band: Schlesien (= Kröners Taschenausgabe. Band 316). Kröner, Stuttgart 1977, ISBN 3-520-31601-3, S. 52.
cite-note-3838. â Andreas R. Hofmann: Die Nachkriegszeit in Schlesien. Gesellschafts- und Bevölkerungspolitik in den polnischen Siedlungsgebieten 1945â1948 (= BeitrĂ€ge zur Geschichte Osteuropas. Band 30). Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2000, ISBN 3-412-07499-3, S. 18 (Zugleich: Bochum, UniversitĂ€t, Dissertation, 1999).
cite-note-3939. â Gregor Thum: Stalingrad an der Oder. WĂ€hrend Dresden unter den alliierten Luftangriffen in Schutt und Asche sank, wurde Schlesiens Hauptstadt Breslau durch die Wehrmacht selbst zerstört. In: Die Zeit. Nr. 10/2005.
cite-note-4040. â Klaus Klöppel: Breslau â Niederschlesien und seine tausendjĂ€hrige Hauptstadt. 4., aktualisierte und erweiterte Auflage. Hrsg. von Bernd Schwenkros und Detlev von Oppeln. Trescher, Berlin 2014, ISBN 978-3-89794-256-1, S. 33â34.
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